Volksabstimmung auf Bundesebene in Deutschland?

Ein Gastbeitrag von Schülern der Klasse 9a des Goethe-Gymnasiums Karlsruhe

Grundlagen
Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie. In dieser Art von Demokratie wählt das Volk Parteien, die dann Abgeordnete in den Bundestag schicken. Dort beschließen die Abgeordneten Gesetze, die für die Bürger gelten. Bei Volksabstimmungen ist das anders, weil das Volk hier selbst über die Gesetze entscheidet und darüber abstimmt. In Deutschland gibt es bereits Volksabstimmungen in den Bundesländern, in den Gemeinden/Kommunen und außerdem in einigen EU-Ländern (zum Beispiel in Großbritannien). In Deutschland gibt es auf Bundesebene bisher keine Volksabstimmungen. Die SPD, die Grünen und die Linken möchten das zwar, aber die CDU ist dagegen. Wir sind für Volksabstimmungen auf Bundesebene.

„Alle vier Jahre ein Kreuzchen machen ist doch nicht der Gipfelpunkt der Volksherrschaft.“ – Sigmar Gabriel

Unsere wichtigsten Argumente dafür sind: Erstens könnte das Volk selbst mehr mitbestimmen, weil die Parteien nicht so genau wissen können, was das Volk wirklich möchte. Das weiß das Volk selbst am besten. Zweitens bräuchte man keine Angst haben, dass das Volk „schlimme“ Gesetze beschließt, weil die Gesetze ja dem Grundgesetz nicht widersprechen dürfen. Drittens kann sich heute jeder in den Medien gut informieren und in ein politisches Thema einarbeiten. Das müssen die Abgeordneten ja auch tun, sie kennen sich auch nur mit den Themen gut aus, die in ihrem Ausschuss behandelt werden. Über alle anderen Themen müssen sie sich auch erst informieren.

Es gibt natürlich auch Argumente gegen Volksabstimmungen: Zum Beispiel wird behauptet, dass sich Abgeordnete viel besser mit Politik auskennen. Wie eben geschrieben, finden wir, dass  sich heutzutage aber jeder in den Medien gut informieren kann und sich dann auch mit dem Thema auskennt. Wir glauben außerdem nicht, dass die Beteiligung sinken würde (wie immer wieder behauptet wird), weil das Volk ja selbst wählen kann und über Dinge entscheiden, die es selbst betreffen. Warum sollten die Bürger dann nicht wählen gehen?

Unser Fazit
Wir finden, dass Volksabstimmungen auf Bundesebene eingeführt werden sollten, damit das Volk mehr entscheiden kann. Wir glauben, dass das zum Wohl des Volkes wäre!

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· read: 943 · today: 2 · last: 25. April 2017

2 Kommentare zu “Volksabstimmung auf Bundesebene in Deutschland?”

  1. tre sagt:

    Meine Güte, wie blauäugig muss man denn sein, um so was zu schreiben? Obwohl, 9te Klasse, da ist man noch naiv… Die Vergleiche mit der Schweiz hinken natürlich auch gewaltig.

    Mit diesem verdummten und egozentrischen Volk will ich definitiv nie eine Volksabstimmung erleben müssen.

    „Drittens kann sich heute jeder in den Medien gut informieren und in ein politisches Thema einarbeiten.“

    ^^ und diese Gruppe würde ich erst recht niemals was entscheiden lassen. Vor allem wenn die sich aus dem Mainstream oder den ganzen gesteuerten linken/rechten Blogs „informieren“.

  2. Pascal L. sagt:

    Guter Beitrag der Schüler … ich fände es auch gut, wenn es bei uns für ganz Deutschland diese Volksabstimmungen geben würde. Dass die Beteiligung der Deutschen an den Abstimmungen sinken würde, glaube ich auch nicht. Das sehe ich wie die Schüler oben. Wenn ich es richtig weiß, habe ich mal gelesen, dass die Schweizer sich auch jeweils um die 50 % an ihren Abstimmungen beteiligen. Das ist nur ein klein wenig geringer als an den ganz normalen Parlamentswahlen. Warum sollte das in Deutschland anders sein?

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