« Südafrika: Bergarbeiter trauern und streiken | START | LESETIPPS: Aus Weißem Haus und Freier Presse »
Bürgermeister Sauerland, der unschuldige Abzocker?
Von Gastautor | 31. Juli 2010
Er habe nichts falsch gemacht und auch nichts unterschrieben, verzweifelt hält Duisburgs OB Sauerland an seinem Bürgermeistersessel fest. Wut, Unverständnis und Kopfschütteln bei Zehntausenden. Vielleicht geht es aber auch um ganz simple Dinge, nämlich um Geld. Als B-10-Beamter bezieht er ein Grundgehalt von 10.582,30 Euro plus Zulagen im Monat, er gab im Stadtrat Nebeneinkünfte von 16.100 Euro im Jahr an und kassiert durch 50 gut dotierte Mandate in Aufsichtsräten, Verwaltungs- und Beiräten.
Tritt Sauerland zurück, verfällt sein Pensionsanspruch als B10-Beamter, er hat keinen Anspruch auf „Übergangsgeld“ und müsste wohl sogar seinen alten Job als Berufsschullehrer wieder aufnehmen. Wird Sauerland allerdings durch ein Misstrauensvotum abgewählt, sieht das anders aus. Bis 2015 würde er 71 Prozent seiner letzten Bezüge als Oberbürgermeister von 10.582,30 Euro als „Übergangsgeld” erhalten. Dafür kann man schon mal Schimpf und Schande ertragen, denn die soziale Frage ist ja gesichert.
Quelle: rf news online, Korrespondenz, 30.07.2010
Artikel an Twitter senden! Stichworte:DuisburgVerwandte Artikel
Thema: KurzNews |
Druckversion