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Kritik an Westerwelle: “Schwulenfeindlich”?
Von Klaus Wallmann sen. | 13. März 2010
Wie die FDP-Vorzeige-Dame Silvana Koch-Mehrin mit Kritik umgeht, ist bekannt. Da wundert man sich denn auch nicht mehr über die Art und Weise, in der sie, wie auch der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, van Essen, die massive und nicht abreißenwollende Kritik an ihrem gelben Parteivorsitzenden zu “kontern” versuchen. Da andere, vernünftige Argumente offensichtlich nicht zu finden sind, beschuldigt man die Kritiker der Vorurteile gegen Homosexuelle. Auf die Frage, warum Westerwelle seinen Lebensgefährten und Geschäftsmann Mronz mit auf Reisen nähme, hatte Frau Koch-Mehrin allerdings keine Antwort parat. Westerwelle selbst kommentierte die Vermutungen bisher nicht.
Etwas geschickter geht FDP-Generalsekretär Lindner das Problem Westerwelle an. Wenn nicht um den Verdacht der Vetternwirschaft zu entkräften, so doch um die Kritiker zum Schweigen zu bringen, greift er zur “Demokratie-Keule”. Wenn ein Politiker nicht mehr auf jeden “Experten” zurückgreifen darf, dann sei die Demokratie in Gefahr!
Die Kritiker sind also nicht nur schwulenfeindlich, sie sind quasi schwulenfeindliche Anti-Demokraten. Und falls das immer noch nicht reicht, um den politischen Gegner zu diskreditieren, so gibt es laut Lindner ja auch noch gewisse “Anstandsregeln”, an denen es der “Opposition” aber derzeit mangele.
Fassen wir also zusammen: Gegen den Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, gegen den Vorsitzenden der “Volkspartei” FDP, Herrn Guido Westerwelle, läuft derzeit eine unsägliche “Diffamierungskampagne”, die von unanständigen, schwulenfeindlichen Anti-Demokraten gesteuert wird. Man mag es kaum glauben …
Klaus Wallmann sen.
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