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Griechenland: Zum Kahlschlag genötigt
Von K.D. Rosenporten | 4. Februar 2010
Benzinsteuer rauf, Renteneintrittsalter rauf, Gehälter im Öffentlichen Dienst runter, usw., usf. - da klatschen die vereinten EU-Imperialisten auch dem griechischen Ministerpräsidenten Papandreou und seiner “sozialdemokratischen” Regierung stürmischen Beifall, wie sie es bei jedem massiven Angriff auf das Volk tun. Aber sie klatschen natürlich nicht nur, sie wollen die volksfeindlichen Maßnahmen auch kräftig “unterstützen”. Diese “Unterstützung” besteht offensichtlich darin, daß man den vor der EU kuschenden Papandreou “überwacht” und gegebenenfalls weitere unsoziale “Maßnahmen” fordert. Ein wahrhaft “souveränes” Staatsoberhaupt.
Diese “Maßnahmen”, erzwungen von der EU und auf den Rücken der Arbeiter und Bauern ausgeführt, bedeuten einen massiven Sozialabbau im Interesse des herrschenden Kapitals. Das ist in Griechenland nicht anders als in den übrigen EU-Staaten, wie im Kapitalismus generell. Die EU-Parlamentarier sind wie die Politiker der griechischen “sozialdemokratischen” PASOK und der konservativen ND, wie alle bürgerlichen Politiker, die politischen Geschäftsführer der herrschenden Klasse. Immer wenn es darum geht, den Massen weitere Lasten aufzubürden, sind sie sich stets völlig einig.
Die “Führer” des mit der “sozialdemokratischen” PASOK verbundenen Gewerkschaftsbundes GSEE-ADEDY setzen derzeit auf “sozialpartnerschaftliche Gespräche” mit der volksfeindlichen Regierung und dem nicht minder arbeiterfeindlichen Industriellenverband. Damit stellen sie sich ganz offensichtlich gegen die Interessen der griechischen Arbeiterklasse. Eine Politik der Klassenversöhnung, die man auch bei anderen Gewerkschafts”führern” in anderen Ländern immer wieder beobachten kann. Zu Recht wird der Gewerkschaftsbund daher von der linken Gewerkschaft PAME kritisiert, die für den 10.02. zu einem landesweiten Streik gegen den Sozialkahlschlag der Regierung, und damit gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf das Volk aufruft.
K.D. Rosenporten
Artikel an Twitter senden! Stichworte:EU, Griechenland, Kapitalismus, Krise, Krisenlasten, Sozialabbau, SozialdemokratieVerwandte Artikel
Thema: Arbeit/Gewerkschaft, Politik |
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4. Februar 2010 at 14:25
Wenn es um die Abschaffung der sozialen Grundordnung geht, dann müssen Sozialdemokraten und Gewerkschaften ran. War hier nicht anders.
Wie geht das? Man pflanze U-Boote in die entsprechenden Organisationen.
In Italien wurde gerichtsfest festgestellt, dass selbst die Führung der Roten Brigaden auf diese Weise ausgetauscht wurde.
Bei Politikern braucht man nicht mal auszutauschen, da braucht man nur in die Geldkiste zu greifen, wie Joschka für jeden wohl einsichtig beweißt. ;-)