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“Panorama” antwortet
Von Klaus Wallmann sen. | 28. Januar 2010
Meinen Artikel “ARD: ‘Panorama’ macht in Kriegspropaganda” habe ich zeitgleich mit seiner Veröffenlichung am 23.01.2010 an die Panorama-Redaktion geschickt. Tatsächlich hat Christine Adelhardt, Panorama-Redakteurin, am 27.01. auf meinen Vorwurf der Kriegspropaganda geantwortet. Den vollen Wortlaut dieser Antwort veröffentliche ich nicht. Täte ich es, so gäbe es auf dieser Website zum ersten Mal Kriegspropaganda.
Denn die Autoren beharren auf ihren Ansichten, wiederholen nur, was sie auch schon in ihrem Filmbeitrag zum Besten geben. So beharren sie z.B. auf dem “Fakt”, daß die Bundeswehr “mit einem demokratisch legitimierten Mandat” in Afghanistan ist. Daß die mehrheitliche Ablehnung der Bürger nicht so recht zu einer “demokratischen Legitimation” passen will, hat solche Formal-Demokraten noch nie interessiert.
“… klipp und klar: Wir müssen uns eingestehen, dass die Bundeswehr nicht nach Afghanistan gegangen ist, um westliche Werte zu verteidigen und für Menschenrechte und Gleichberechtigung zu kämpfen …”
Das ist vollständig richtig. Doch der Satz ist an dieser Stelle nicht zuende, denn es muß logischerweise ein “sondern” folgen. Würde man bei der Wahrheit bleiben, könnte es z.B. weiter heißen: “… sondern, weil die Besetzung und Kontrolle dieses geostrategisch bedeutsamen Landes für die westlichen Imperialisten von außerordentlichem Interesse ist” und/oder “weil die Verfügungsgewalt über die gewaltigen Rohstoff- und Energiereserven im Nahen und Mittleren Osten für das internationale Finanzkapital von größter strategischer Bedeutung ist.” So geht der Satz bei Frau Adelhardt jedoch nicht weiter. Sie serviert uns die alte Leier: “… sondern weil dort Al Kaida Zuflucht gefunden hatte und unsere Sicherheit bedrohte.” (Interessant an dieser Stelle die Verwendung der Vergangenheitsform!)
Die bisher 4.300 Bundeswehrsoldaten riskieren also täglich ihr Leben “für deutsche Sicherheitsinteressen”. So kann man das natürlich auch nennen, wenn man die Sicherheit der Profite des deutschen Kapitals meint. Dazu soll Afghanistan “stabilisiert” werden, deswegen hat sich “Deutschland” verpflichtet in den Krieg zu ziehen. Deshalb wollen die Kriegspropagandisten keinen Rückzug, deshalb södern sie von “internationalen Verpflichtungen”, auch wenn sie die “Binsenweisheit” eingestehen, daß die internationalen Aggressoren den “Krieg am Hindukusch nicht gewinnen” können.
“Einem rein militärischen Engagement” haben die Autorinnen in ihrem Beitrag “an keiner Stelle das Wort geredet”. Da gebe ich Frau Adelhardt recht. So dumm ist man nun auch wieder nicht. Kriegspropaganda ist es trotzdem.
Klaus Wallmann sen.
Artikel an Twitter senden! Stichworte:Afghanistan, ARD, Demagogie, Hetze, Krieg, Manipulation, Medien, PropagandaVerwandte Artikel
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28. Januar 2010 at 16:29
Das Dreisteste an dem Panorama Beitrag war doch die Einspielung von Mohammad Omar:
Die Deutschen nehmen zu viel Rücksicht auf Zivilisten!
Mein Kommentar dazu wurde nicht veröffentlich. Diese Aussage unkommentiert in diesem Beitrag erfüllt nach meinem Rechtsempfinden den Tatbestand der Volksverhetzung. Hier wird ganz bewußt der Afghane als nicht schützenswertes Leben bezeichnet!
Hier hätte ein Staatsanwalt einschreiten müssen. Aber Panorama und die Staatsanwaltschaften haben sich warscheinlich schon unter EU Recht begeben. Traurig abe wahr - nach EU Recht ist alles legal - unglaublich.
Man kann nur hoffen, dass die Finanzkrise die Staaten bald dazu zwingt aus der EU auszutreten.