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Fracking: Unabhängige US-Studie doch nicht unabhängig
Von Klaus Wallmann sen | 10. August 2012
ExxonMobil-Chef Kalkhoffen behauptet gern und immer wieder, daß Fracking sicher ist. Geht es nach einer jüngst veröffentlichten Studie der University of Texas, so stimmt das sogar: Demnach verschmutze Fracking das Grundwasser nicht.
Die Gasindustrie ist erfreut, Politiker plädierten sofort für eine stärkere Förderung des Frackings, und selbst Umweltorganisationen maßen der Studie Gewicht bei, galt diese doch als unabhängig.
Nun kam allerdings heraus, daß es mit der Unabhängigkeit doch nicht so weit her ist. Der leitende Forscher Charles Groat war einst Direktor des United States Geological Survey, einer Behörde des amerikanischen Innenministeriums, und ist derzeit nicht nur Wissenschaftler sondern auch Vorstandsmitglied der Gasfirma Plains Exploration & Production. Als Vorstandsmitglied hat er im vergangenen Jahr rund 400.000 Dollar bezogen, was in etwa dem Doppelten seines Gehalts als Professor entspricht. Seine Firmenaktien sollen gut 1,6 Millionen Dollar wert sein.
Einfluß auf den Ausgang der Studie habe er nicht genommen, beteuert Groat, doch nicht einmal die University of Texas kann er damit überzeugen.
Quelle: Neue Züricher Zeitung
Stichworte: Exxon, Fracking, Gas, Studie, Technologie, Umwelt, Unabhängigkeit, Wasser, Wissenschaft, Wissenschaftler
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