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Gera: 2.500 gegen faschistisches “Festival”
Von Klaus Wallmann sen | 9. Juli 2012
Am Samstag demonstrierten in Gera rund 2.500 Menschen gegen das zehnte faschistische “Rock für Deutschland”, zu dem rund 700 Nazis angereist waren. Verhindern konnte man das “Festival” nicht, doch das Gegen-Bündnis hofft, daß es das letzte seiner Art in der Stadt war.
Die aktuellen Ereignisse zwangen in diesem Jahr auch Ministerpräsidentin Lieberknecht (CDU) und Innenminister Geibert (CDU) zum Protest in der Öffentlichkeit. Die Erkenntnisse um den “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU), so eine Sprecherin der thüringischen Landesregierung, hätten “erschreckend gezeigt, wie notwendig es ist, Nazis entgegenzutreten”. Über die gleichzeitigen Erkenntnisse in Sachen “Verfassungsschutz” und die daraus resultierenden Notwendigkeiten schwieg sie sich allerdings aus.
Kein Wunder also, daß der Auftritt von Innenminister Geibert auf Kritik stieß, wird er von vielen doch als Teil des Problems gesehen. Die Thüringer Antifa bezeichnete seine Anwesenheit angesichts der vielen “Pannen” und “Versäumnisse” als “bodenlose Frechheit”, die mit einem Transparent des “Thüringer Heimatschutzes” auf der Rock-Bühne illustriert wurde. Am Demonstrationszug nahmen Lieberknecht und Geibert allerdings nicht teil.
Der Stadtrat von Gera wurde erneut aufgefordert, sich stärker für das Verbot faschistischer Veranstaltungen einzusetzen.
Klaus Wallmann sen.
Stichworte: Antifa, Demo, Faschist, Gera, Innenminister, Ministerpräsident, Nazi, Protest, Regierung, Stadtrat, Verbot, Verfassungsschutz
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