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Ausbildungspakt: Auch hier wird die Statistik geschönt
Von K.D. Rosenporten | 2. Februar 2012
Wie immer feiern die Herrn der Wirtschaft den sogenannten Ausbildungspakt als grandiosen Erfolg. Schließlich sind nicht sie daran schuld, wenn so mancher Berwerber für eine Lehre nicht qualifiziert genug ist.
Der DGB stellt dagegen fest, daß die Unternehmer weit von ihren eigenen Ankündigungen entfernt seien. Die Zahl der Neuverträge lag im Boom-Jahr 2011 weit unter dem Niveau des Krisenjahres 2008. Man verweist auf das Statistische Bundesamt. Demnach liegt die Zahl der Jugendlichen (20 bis 29 Jahre), die keine abgeschlossene Ausbildung haben, inzwischen bei 1,5 Millionen, was einem Anteil von rund 17 Prozent dieser Altergruppe entspricht. Allein 2011 hätten mehr als 40.000 Ausbildungsplätze gefehlt.
Und wenn die Ausbildungspakt-Claqueure für 2009 von “nur” rund 5.700 unversorgten Bewerbern reden, so können sie dies nur weil sie in ihrer Statistik mehr als 65.000 Jugendliche als versorgt einordnen. Tatsächlich befinden sich diese in Bewerbungstrainings, Einstiegsqualifizierungen oder Praktika.
Was für die Arbeitslosenstatistik oder die monatliche Teuerungsrate gang und gäbe ist, das können auch die Ausbildungspaktler. Was aber keine Neuigkeit ist.
K.D. Rosenporten
Stichworte: Ausbildung, Ausbildungspakt, Bildung, DGB, Jugendliche, Krise, Praktika, Statistik, Unternehmer, Wirtschaft
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