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September 2011: 6.969.198 Leistungsbezieher
Von Klaus Wallmann sen | 1. Oktober 2011
Fast 2,1 Billionen Euro Schulden sind offiziell bereits aufgelaufen und die Schulden der öffentlichen Haushalte steigen trotz “Schuldenbremse” und unzähliger “Spar”bemühungen – auf dem Rücken der “kleinen Leute” – immer weiter. Die Inflationsrate betrug im September offiziell 2,6 Prozent – was auch wieder vor allem die “kleinen Leute” trifft. Die “Experten” blicken pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung, die Konjunkturerwartungen des ZEW sind sieben Monate in Folge gesunken, und auch der berühmt-berüchtige Konjunkturklima-Index des Sinnschen Ifo-Instituts sank auf 107,5 Punkte.
Klar, daß in so einer Lage die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit den niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit Jahren aufwartet, auch wenn das irgendwie unlogisch erscheinen mag. Assistiert vom Staatsfernsehen, das von der niedrigsten Zahl seit zwanzig Jahren faselte. Aufgrund der in dieser Zeit mehrfach “angepaßten” Statistik und Definition von Arbeitslosigkeit kann man die Zahlen von vor zwanzig Jahren natürlich nicht mit den heutigen vergleichen – es sei denn aus propagandistischen Gründen. Wozu es offensichtlich allen Grund gibt.
Es sind denn auch nicht “nur” 2.795.570 arbeitslose Menschen, die die bürgerlichen Medien uns als Erfolg der Politik der schwarz-gelben Monopolregierung Merkel-Westerwelle zu verkaufen suchen, denn weitere 1.121.326 Menschen stecken in sogenannten “Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik”. Sind in Wahrheit also ebenfalls arbeitslos, so daß die schöne Zahl zur nicht ganz so schönen 3.916.896 mutiert.
Aus den rund vier Millionen werden aber fast sieben Millionen, wenn man all die hinzurechnet, die zum Überleben Leistungen vom Staat beziehen müssen. 737.243 Menschen erhielten im September Arbeitslosengeld I, 4.515.625 mußten mit Hartz IV (ALG II) überleben, und 1.716.330 Menschen erhielten Sozialgeld. Das macht zusammen 6.969.198 Leistungsempfänger. Auch diese Zahl zeigt noch nicht das wahre Ausmaß, denn hinzu kommen noch die Empfänger von Wohngeld, von Kinderzuschlag, von Grundsicherung im Alter oder von Sozialhilfe nach SGB XII. Hinzu kommt die Tatsache einer geschönten Statistik, in der unter 25- und über 58-jährige einfach nicht mehr auftauchen – obwohl sie arbeitslos sind. Hinzu kommt die Tatsache, daß viele Zahlen der Statistik geschätzt, geraten oder was auch immer sind.
Die Zahl der Leistungsempfänger stand und steht weiterhin bei mindestens sieben Millionen – optimistisch gerechnet.
Klaus Wallmann sen.
Stichworte: ALG I, ALG II, Arbeit, Aufschwung, BA, Bundesagentur, Demagogie, Hartz IV, Leistungsbezieher, Statistik, Volksverdummung
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Thema: Politik, Reformen/Agenda | 1 Kommentar »
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2. Oktober 2011 um 22:30
Es sei beachtet, dass fairerweise die Menschen die Sozialgeld erhalten weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können, von den Arbeitslosenzahl abgezogen werden sollte. Reine Sozialhilfe gibt es nicht mehr, dass ist jetzt das Sozialgeld. Uwe Griebsch