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	<title>randzone &#187; Bildung/Ausbildung</title>
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	<description>Beiträge zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft</description>
	<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 09:53:57 +0000</pubDate>
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		<title>Statt Kitapflicht Wegfall der Bedarfsprüfung</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 08:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungnahme der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Berlin:
Die Aufregung um den Freizeitgenetiker Thilo Sarrazin hat offenbar auch anderen sozialdemokratischen Politikern den klaren Blick auf die Probleme verstellt. So fordert unter anderem Herr Buschkowsky eine Kitapflicht vom ersten Lebensjahr an. Dabei stört ihn wenig, daß diese Forderung kaum mit dem Grundgesetz und dem darin verankerten Elternrecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellungnahme der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Berlin:</strong></p>
<p>Die Aufregung um den Freizeitgenetiker Thilo Sarrazin hat offenbar auch anderen sozialdemokratischen Politikern den klaren Blick auf die Probleme verstellt. So fordert unter anderem Herr Buschkowsky eine Kitapflicht vom ersten Lebensjahr an. Dabei stört ihn wenig, daß diese Forderung kaum mit dem Grundgesetz und dem darin verankerten Elternrecht auf Erziehung vereinbar ist.</p>
<p><span id="more-7390"></span></p>
<p>Die Vorsitzende der GEW Berlin, Rose-Marie Seggelke: <em>&#8220;Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, daß Populismus bei der Bildung überhaupt nicht weiterhilft. Wir brauchen keine unsinnigen Forderungen, die für einen oder zwei Tage die Schlagzeilen füllen, wir brauchen sinnvolle, langfristig greifende Maßnahmen. Das heißt konkret, daß zuerst die Bedarfsprüfungen entfallen müssen.&#8221;</em></p>
<p>Es hängt zur Zeit von vielen Faktoren ab, welches Kind ab welchem Alter einen Anspruch auf einen Kitaplatz hat. Das komplizierte Verfahren macht in vielen Fällen den Zugang auf den gewünschten Platz unmöglich; darüber hinaus schreckt es auch manche Eltern von einer Anmeldung ab. Rose-Marie Seggelke: <em>&#8220;Wer frühkindliche Bildung und Integration ernst nimmt, muß dafür sorgen, daß alle Kinder einen Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung in der Kita bekommen – unabhängig von ihrem Alter, von der eventuellen Berufstätigkeit der Eltern, vom Förderbedarf und von sonstigen Faktoren. Das wäre ein entscheidender Schritt vorwärts. Wir fordern die SPD auf, sich weniger um die Zukunft eines ihrer verwirrtesten Mitglieder zu kümmern und mehr um die Zukunft der Kinder in dieser Stadt.&#8221;</em></p>
<p>(jW)</p>
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		<title>Hinter den Zahlen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 11:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<category><![CDATA[Migranten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein &#8220;mark&#8221;, dem wir nichts Böses unterstellen, schickte rz heute einen weiteren Kommentar mit einer weiteren Zahl zum Thema Integration.
&#8220;Habe dazu diesen Link gefunden, in dem der Spiegel von ca. 14% Abiturienten spricht. [gemeint ist die Gruppe der Türken bzw. der Menschen mit türkischem Migrationshintergrund - K.W.]
Der Bildungsbericht 2010 spricht wohl sogar nur von 10,3%, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &#8220;mark&#8221;, dem wir nichts Böses unterstellen, schickte rz heute einen weiteren Kommentar mit einer weiteren Zahl zum Thema Integration.</p>
<p><em>&#8220;Habe dazu diesen Link gefunden, in dem der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,603294,00.html" target="_blank&quot;" class="liexternal">Spiegel</a> von ca. 14% Abiturienten spricht.</em> [gemeint ist die Gruppe der Türken bzw. der Menschen mit türkischem Migrationshintergrund - K.W.]<br />
<em>Der Bildungsbericht 2010 spricht wohl sogar nur von 10,3%, ich konnte das aber nicht selber prüfen, habe es nur übernommen. Quelle wäre wohl: Bildungsbericht 2010, Tabelle B5-3.&#8221;</em></p>
<p><span id="more-7358"></span></p>
<p>Da haben wir nun zwei Zahlen, die nicht weiter kommentiert werden, und die völlig offen lassen, was &#8220;mark&#8221; dazu bewegt sie uns zu präsentieren. Wie gesagt, ich unterstelle ihm nichts Böses, doch offensichtlich macht auch er es sich gern leicht. Hätte er den Artikel des &#8220;Spiegels&#8221; sorgfältig gelesen und dann auch noch geschaut, was andere - ebenfalls bürgerliche - Blätter dazu schreiben, so hätte er viel wichtigere Erkenntnisse aus diesem Pressestudium ziehen können, als diese beiden auch noch unterschiedlichen Zahlen.</p>
<p>Der &#8220;Spiegel&#8221; berichtet über eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Wie berichtet er? Der &#8220;Spiegel&#8221; erwähnt, daß die Wissenschaftler erstmals auch ein <em>&#8220;Ranking der einzelnen Bundesländer nach ihrem Integrationserfolg&#8221;</em> erstellt haben. Doch man veröffentlicht die Rangfolge nicht, sondern beschränkt sich auf die besonders großen <em>&#8220;Mißstände&#8221;</em> im Saarland, wo <em>&#8220;45 Prozent der Türken und Türkischstämmigen &#8230; ohne jeglichen Bildungsabschluss&#8221;</em> sind. Was man wohl als tendenziös betrachten darf. Um mehr zu erfahren, muß man weitersuchen.</p>
<p>Bei der <a href="http://www.zeit.de/online/2009/05/integration-tuerken-schulabschluss" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Zeit&#8221;</a>, die über die gleiche Studie berichtet, geht es etwas gewissenhafter zu. Bremen, Niedersachsen und das Saarland sind die Schlußlichter dieser Rangfolge, die Spitzenreiter sind Hessen und Hamburg. Die &#8220;Welt&#8221; beschränkt sich auch nicht auf die Türken, sondern bezieht sich auf alle Migranten. Mit 28 Prozent liegen diese in Hessen in Sachen Hochschulabschluß vor den Deutschen (24 Prozent). Mit 28 Prozent besuchen kaum weniger Migranten die gymnasiale Oberstufe als ihre deutschen Mitschüler (31 Prozent). In Hamburg besitzen gar 40 Prozent der Migranten die Hochschulreife und 29 Prozent einen Uni-Abschluß.</p>
<p>All dies ist zumindest ein starkes Indiz dafür, daß Sarrazins &#8220;Thesen&#8221; über die sich vererbende Dummheit verschiedener Bevölkerungsgruppen und deren dafür angeblich ursächlichen gentechnischen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Befindlichkeiten, schlichter, wenn auch gefährlicher Nonsens sind, wobei Kultur und Religion natürlich in stetem Wechselspiel mit der gesellschaftlichen Entwicklung stehen. Doch an dieser Stelle könnte man schließen, daß es lokalbedingte gesellschaftlich-politische Ursachen sind, die einen starken Einfluß auf die Bildungserfolge der Migranten haben. Was die folgende Feststellung der Studie auch bestärkt.</p>
<p><em>&#8220;Die ostdeutschen Bundesländer haben mit rund fünf Prozent den geringsten Anteil von Zuwanderern. Zudem profitieren sie nach Ansicht der Autoren von positiven Nachwirkungen der Migrationspolitik der DDR-Zeit, als hochmotivierte Menschen nach Ostdeutschland kamen. Nur 6 Prozent der Zuwanderer hätten keinen Schul- oder Berufsabschluss. 43 Prozent besäßen die Hochschulreife - der höchste Wert aller Bundesländer.&#8221;</em></p>
<p>Das lasse ich jetzt mal schmunzelnd unkommentiert und wende mich statt dessen der <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/bildungsbericht-schlechtere-chancen-fuer-junge-migranten-1.961199-2" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Süddeutschen&#8221;</a> vom 17.06.2010 zu. Die schreibt an diesem Tag doch tatsächlich, der Bildungserfolg sei abhängig von der sozialen Herkunft, was wohl sowohl für Einheimische wie für Migranten gelten dürfte. Daß zu diesem Zeitpunkt <em>&#8220;17 Prozent der jungen</em> [deutschen!] <em>Menschen unter 30 Jahren ohne Berufsabschluss&#8221;</em> einen neuen <em>&#8220;Höchststand&#8221;</em> darstellen, und es bei den Jugendlichen aus Migrantenfamilien sogar 30 Prozent sind, das belegt nur die katastrophale Lage des deutschen Bildungssystems, womit wir eine weitere eindeutig gesellschaftliche Ursache entdeckt haben dürften. Daß sich dies auf sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Hartz-IV-Empfänger oder Migranten überproportional negativ auswirkt, das dürften selbst Klippschüler erkennen. Und wenn sich die &#8220;Integrationsbeauftragte&#8221; der Bundesregierung, die Frau Böhmer von der CDU hinstellt und <em>&#8220;die nach wie vor schlechten Bildungs- und Berufschancen für Kinder mit Migrationshintergrund&#8221;</em> schlicht als <em>&#8220;dramatisch&#8221;</em> bezeichnet, so ist das zwar richtig, doch in meinen Augen reine Heuchelei.</p>
<p>Denn sie und ihre Genossen sind es, die dafür die politische Verantwortung tragen, die <em>&#8220;nach wie vor&#8221;</em> die Steuergelder der Bürger an Banken und Monopolherren weiterleiten, während sie <em>&#8220;nach wie vor&#8221;</em> erheblich weniger Geld für Bildung ausgeben als andere vergleichbare Industrienationen. <em>&#8220;Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sanken jedoch die Gesamtausgaben</em> [für Bildung] <em>von Staat und Privatwirtschaft von 6,8 Prozent (1995) auf 6,2 Prozent (2008).&#8221;</em> Merkels &#8220;Bildungsland Deutschland&#8221; - da lachen sogar die Journalisten der &#8220;Süddeutschen&#8221;, wenn wahrscheinlich auch nur im Keller. Doch es gibt eigentlich nichts zu lachen wenn man weiß, daß 40 Prozent unseres Bildungspersonals und 50 Prozent unserer Lehrer älter als 50 Jahre sind, und wenn man weiß, daß im Westen noch immer 55 Prozent aller in der Kindertagespflege Beschäftigten nicht über die geforderte Minimalqualifikationen verfügen. Was die <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1692804/Tuerken_ohne_Schulabschluss.html" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Welt&#8221;</a> nur noch bestätigen kann. Sie nennt die <em>&#8220;Lücken&#8221;</em> in der vorschulischen Erziehung eine Hypothek, die die Schule übernehmen muß. Was sie aber offensichtlich aus objektiven Gründen nicht kann. Denn, so die &#8220;Welt&#8221;: <em>&#8220;Im schulischen Bereich selbst wirken sich ebenso wie im Vorschulsektor der Mangel einschlägiger pädagogischer Konzepte und das Fehlen entsprechend qualifizierter pädagogischer Kräfte aus.&#8221;</em> Wobei dieser &#8220;Mangel&#8221; natürlich auch seine Ursachen hat. Die ethnische Herkunft, die religiöse Verfassung oder der gentechnische Zustand der Kanzlerin und ihrer Mitstreiter dürfte damit wohl am allerwenigsten zu tun haben.</p>
<p>Das ist es, lieber &#8220;mark&#8221;, was hinter diesen Zahlen wirklich steht: gesellschaftliches Leben. Erklärt wird es einem sogar in den bürgerlichen Massenmedien - mehr oder weniger -, doch man muß sich schon selbst ein wenig mühen, den eigenen Kopf anstrengen. Daß man in jeder Zeitung immer nur ein Stückchen des Ganzen zu sehen bekommt, daß ist Methode. Denn gesellschaftliche Zusammenhänge sollen und wollen diese &#8220;freien&#8221; Medien gar nicht darstellen. Könnten die Leut doch sonst auf die Idee kommen, daß es ganz andere Ursachen sind, die diese &#8220;Lücken&#8221;, &#8220;Mängel&#8221;, &#8220;Defizite&#8221;, &#8220;Mißstände&#8221; hervorbringen. Und sie könnten versucht sein, diese Ursachen abzuschaffen. Deswegen ist auch der Protest gegen Sarrazin so zahm. Man braucht solche Leute genauso wie die Medien - zur Ablenkung der Leut.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>Schuluniform</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 11:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Mag es dem politischen Sommerloch geschuldet sein oder nicht, selbst bei ihren dümmsten Vorschlägen haben die Monopolpolitiker noch den Profitwunsch ihrer Auftraggeber im Ohr, denn eine einheitliche Schuluniform, die von CDU und SPD jetzt wiedermal gefordert wird, nützt vor allem der Bekleidungsindustrie. CDU-Frau Katherina Reiche hat vorgeblich natürlich weitaus höhere Ideale im Sinn und södert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mag es dem politischen Sommerloch geschuldet sein oder nicht, selbst bei ihren dümmsten Vorschlägen haben die Monopolpolitiker noch den Profitwunsch ihrer Auftraggeber im Ohr, denn eine einheitliche Schuluniform, die von CDU und SPD jetzt wiedermal gefordert wird, nützt vor allem der Bekleidungsindustrie. CDU-Frau Katherina Reiche hat vorgeblich natürlich weitaus höhere Ideale im Sinn und södert daher von gemeinsamer Identität mit der Schule, unabhängig von religiösen und sozialen Unterschieden. Wobei ich ihren bürgerlichen Wunsch nach Verwischung der &#8220;Klassen&#8221;-Unterschiede durchaus verstehen kann. Auch die &#8220;Sozialdemokratin&#8221; Zypries ist ganz begeistert, führe eine einheitliche Schulkleidung doch zu mehr Identifikation und weniger Mobbing in der Schule.</p>
<p><span id="more-6796"></span></p>
<p>Selbstverständlich unterstützt Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) diese tolle Idee - wer hätte etwas anderes erwartet. Daß die einheitliche Schulkleidung das auf &#8220;Markenterror&#8221; beruhende Mobbing nicht beseitigt, weil die sozialen Unterschiede ja auch in den Schuhen, Handys, Uhren oder iPads sichtbar sind, diesen Einwurf der Sprecherin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Martina Schmerr, wird Frau Schavan wohl eher als kontraproduktiv werten. Geht es ihr doch in erster Linie um den Schein, der zumindest den Eindruck sozialer Gerechtigkeit schafft.</p>
<p>Daß diese Symbolpolitik tatsächlich keine besseren Bildungschancen schafft, das weiß Frau Schavan. Und das nur eine Erhöhung des Einkommens der sozial benachteiligten Eltern an diesen sozialen Unterschieden etwas ändern kann, das weiß sie auch. Im Besitz dieses Wissens entlarvt sich die &#8220;Bildungs&#8221;ministerin mit der Unterstützung dieses Vorschlags neben Reiche, Zypries und Konsorten ebenfalls als - bürgerliche Politikerin.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>Ein Zaunpfahl von Frau Schavan</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 12:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Während das öffentliche Bildungssystem - ähnlich wie das öffentliche Gesundheitssystem - von den Monopolpolitikern seit Jahren durch ständig neue Kürzungen systematisch in Richtung Wand gefahren wird, blühen im Gesundheitswesen die privatkapitalistischen Krankenhauskonzerne und im Bildungswesen die privatkapitalistischen &#8220;Elite&#8221;schulen und - universitäten. Wobei das eine das andere bedingt. Gefördert durch die gleichen Politiker des Kapitals mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während das öffentliche Bildungssystem - ähnlich wie das öffentliche Gesundheitssystem - von den Monopolpolitikern seit Jahren durch ständig neue Kürzungen systematisch in Richtung Wand gefahren wird, blühen im Gesundheitswesen die privatkapitalistischen Krankenhauskonzerne und im Bildungswesen die privatkapitalistischen &#8220;Elite&#8221;schulen und - universitäten. Wobei das eine das andere bedingt. Gefördert durch die gleichen Politiker des Kapitals mit unseren Steuergeldern. Man muß schon blind sein, dies nicht zu erkennen.</p>
<p><span id="more-6737"></span></p>
<p>Diese politisch Blinden bekamen gestern erneut einen dicken Zaunspfahl in die Hand gedrückt. Verabschiedete der Bundesrat doch das &#8220;Nationale Stipendienprogramm&#8221; der Bundesbildungsministerin Schavan (CDU). Damit sollen die <em>&#8220;oberen zehn Prozent&#8221;</em> der besten Studierenden mit 300 Euro pro Monat gefördert werden. Daß die Hochschulen darüber entscheiden, wer zu dieser &#8220;Elite&#8221; gehört, das mag ja noch angehen. Doch da auch die &#8220;Sponsoren&#8221;, also die Geldgeber da ein Wörtchen mitzureden haben, das ganz gewiß nicht ohne geringes Gewicht sein wird, entlarvt sich so der Klassencharakter dieses Schavanschen Programms. Die Hälfte der Mittel soll aus &#8220;der Wirtschaft&#8221; kommen - und wie es in einer Wirtschaft so ist: Wer zahlt, der bestimmt die Musik.</p>
<p>Davon abgesehen belegen zahlreiche Studien, daß die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe der besten Studierenden von der gesellschaftlichen Herkunft abhängt. Die per &#8220;Nationalem Stipendienprogramm&#8221; geförderten Studenten und Studentinnen kommen somit zu 70 bis 80 Prozent aus der sogenannten Mittel- und Oberschicht, was Frau Schavan natürlich nicht hervorhebt. Es ist also ein Progamm zur Förderung der Kinder der &#8220;Elite&#8221;, die zur Hälfte von uns allen finanziert wird, nämlich durch unserer Steuergelder. Auch das ist Umverteilung.</p>
<p>Für den großen Rest der Studierenden konnte Frau Schavan dagegen nicht einmal die schäbige 2-prozentige Erhöhung der Studienförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) durchsetzen, weil die Länderchefs sich weigern, sich an der Finanzierung zu beteiligen.</p>
<p>Wie groß müssen die unzähligen Zaunpfähle in diesem Land eigentlich noch werden, an die wir jetzt schon jeden Tag rennen? Oder haben wir uns an die Schmerzen schon gewöhnt?</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
<span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Lesen%3A%20%20%22Ein%20Zaunpfahl%20von%20Frau%20Schavan%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F3ygb3o2" title="Artikel an Twitter senden!" rel="nofollow">Artikel an Twitter senden!</a></span>
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		<title>Ein bißchen Wahrheit über Bildung und Ausbildung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 11:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auf ihrem ersten &#8220;Bildungsgipfel&#8221; 2008 tönte die Regierung über eine Halbierung der Zahl der Menschen ohne Schulabschluß. Und seit Jahren schlagen sich Politiker und Kapitalvertreter nicht weniger laut an die Brust und loben sich gegenseitig ob des funktionierenden &#8220;Ausbildungspakts&#8221;.

Doch auch der neue Bildungsbericht vom Bundesbildungsministerium (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK), der heute offiziell veröffentlicht wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf ihrem ersten &#8220;Bildungsgipfel&#8221; 2008 tönte die Regierung über eine Halbierung der Zahl der Menschen ohne Schulabschluß. Und seit Jahren schlagen sich Politiker und Kapitalvertreter nicht weniger laut an die Brust und loben sich gegenseitig ob des <a href="/?p=1098" class="liinternal">funktionierenden &#8220;Ausbildungspakts&#8221;</a>.</p>
<p><span id="more-6504"></span></p>
<p>Doch auch der neue Bildungsbericht vom Bundesbildungsministerium (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK), der heute offiziell veröffentlicht wird, straft diese Propaganda Lügen. Jeder sechste Jugendliche in der BRD zwischen 20 und 30 Jahren (17 Prozent) verfügt über keinen Berufsabschluß und befindet sich nicht in einer Bildungsmaßnahme. Dabei handelt es sich insbesondere um Hauptschüler und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Mit dieser offiziellen(!) Zahl hat der Anteil der Ungelernten seinen höchsten Stand in der Geschichte der BRD erreicht.</p>
<p>Über 30 Prozent aller jungen Migranten sind ohne Berufsabschluß und Weiterqualifizierung, und damit ohne berufliche Perspektive. Bei jungen Frauen türkischer Herkunft beträgt dieser Anteil sogar 47,5 Prozent.</p>
<p>Über 50 Prozent der Hauptschüler mit einem Abschluß landen in der sogenannten &#8220;Warteschleife&#8221;. Von denen ohne Abschluß werden über 75 Prozent dort &#8220;geparkt&#8221;, ohne daß sie damit die ohnehin geschönte Arbeitslosenstatistik und deren Zweckpropaganda negativ beeinträchtigen.</p>
<p>Ganz vorsichtig stellt der Bildungsbericht fest, daß fast ein Drittel der Schüler in einer <em>&#8220;sozialen, finanziellen und kulturellen Risikolage&#8221;</em> aufwachse. Davon lebt knapp ein Viertel in einem Haushalt, in dem Armut herrscht.</p>
<p>Nun mag man diesen Bericht als ein weiteres Armutszeugnis für die Regierung bezeichnen. Das Problem ist nur, daß sich die Monopolpolitiker darum nicht scheren. Das wird aktuell schon daran deutlich, daß diese Damen und Herren soeben dabei sind, die Krisenlasten auf breite Teile der Bevölkerung abzuwälzen, was natürlich vor allem die Schichten trifft, aus denen die benachteiligten Kinder und Jugendlichen kommen. Und es wird deutlich daran, daß Merkel und Konsorten statt die Ursachen anzugehen lieber eine neue &#8220;Initiative&#8221; mit wohlklingendem Namen verkünden: <em>&#8220;Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluß&#8221;</em>. Haupt- und ehrenamtliche <em>&#8220;Bildungslotsen&#8221;</em> sollen die gesellschaftlich benachteiligten Schüler <em>&#8220;gezielt und kontinuierlich bis hinein in die berufliche Ausbildung&#8221;</em> begleiten. Die Hauptschule, mit deren Abschluß die Schüler nahezu keine Chance auf dem Lehrstellen&#8221;markt&#8221; haben, wollen Politik und Wirtschaft dagegen nicht aufgeben. Zu recht bezeichnet daher der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) diese Regierungs-&#8221;Initiative&#8221; als <em>&#8220;Zynismus pur&#8221;</em>.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>Bundesweite Bildungsproteste - Rebellion ist gerechtfertigt!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 08:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bündnis &#8220;Bildungsstreik&#8221; - unterstützt von GEW, ver.di und dem DGB - hat erneut zu bundesweiten Bildungsproteste aufgerufen, was am Mittwoch ca. 70.000 Jugendliche in vielen Städten auf die Straßen brachte. Die größten Demos fanden in Berlin (10.000), Dortmund, Freiburg und Münster (jeweils 5.000) statt.

Grund ist die Tatsache, daß sich die im vergangenen Jahr vollmundig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bündnis &#8220;Bildungsstreik&#8221; - unterstützt von GEW, ver.di und dem DGB - hat erneut zu bundesweiten Bildungsproteste aufgerufen, was am Mittwoch ca. 70.000 Jugendliche in vielen Städten auf die Straßen brachte. Die größten Demos fanden in Berlin (10.000), Dortmund, Freiburg und Münster (jeweils 5.000) statt.</p>
<p><span id="more-6431"></span></p>
<p>Grund ist die Tatsache, daß sich die im vergangenen Jahr vollmundig verkündete &#8220;Solidarität&#8221; der bürgerlichen Politiker heute als Wahlkampfgedöns entpuppt hat. Keine der wesentlichen Forderungen der Schüler und Studierenden wurde erfüllt. Die Verkürzung der Schulzeit ist genauso geblieben wie die Studiengebühren und das dreigliedrige Schulsystem, das frühe soziale Auslese befördert.</p>
<p>Angesichts der vielfachen Proteste und der massiven Kritik an der volksfeindlichen Politik der schwarz-gelben Bundesregierung ist die Rebellion der Jugend ein weiteres Indiz für den Stimmungsumschwung der Massen. Diese einzelnen Proteste und Kämpfe gegenseitig zu unterstützen oder zu vereinen, würde den Druck auf die Monopolregierung Merkel-Westerwelle deutlich erhöhen. Das ist um so wichtiger, weil die Bundesregierung versucht, die Protestierenden zu spalten. Ihr Versprechen, den Bereich Bildung aus dem abzusehenden Sozialkahlschlag herauszulassen, dient ihr zugleich als demagogische Rechtfertigung ihrer Kürzungsorgie bei Arbeitslosen und Familien. Doch selbst dieses Versprechen ist verlogen, wenn die Landespolitiker der gleichen Parteicouleur gleichzeitig im Bildungswesen kürzen. Wie in <a href="/?p=6329" class="liinternal">Sachsen</a>, so in Hessen, wo 34 Millionen bei den Hochschulen eingespart werden sollen, so in Schleswig-Holstein, wo ganze Fakultäten geschlossen werden.</p>
<p>Vor dem Hintergrund des dritten &#8220;Bildungsgipfels&#8221; der Kanzlerin findet in Berlin heute u.a. eine Fahrraddemo statt. Und sicher wird das Thema Bildung auch auf der am Samstag in Stuttgart und Berlin stattfindenden Demonstrationen unter dem Motto &#8220;Wir zahlen nicht für eure Krise&#8221; eine gewichtige Rolle spielen.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>3.500 Lehrerinnen und Lehrer streikten</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 12:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 3. Juni traten landesweit in Schleswig-Holstein an 20 Orten Lehrer  nach der dritten Unterrichtsstunde in den Unterrichtsboykott, den sie  als &#8220;Streik&#8221; bezeichneten. In Kiel versammelten sich am Mittag bei  herrlichem Sonnenschein über 1.000, in Lübeck 500 Lehrer, Schüler und  Eltern zu einer kämpferischen Protestkundgebung.

Das hatte es in unserem Bundesland noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Juni traten landesweit in Schleswig-Holstein an 20 Orten Lehrer  nach der dritten Unterrichtsstunde in den Unterrichtsboykott, den sie  als &#8220;Streik&#8221; bezeichneten. In Kiel versammelten sich am Mittag bei  herrlichem Sonnenschein über 1.000, in Lübeck 500 Lehrer, Schüler und  Eltern zu einer kämpferischen Protestkundgebung.</p>
<p><span id="more-6406"></span></p>
<p>Das hatte es in unserem Bundesland noch nie gegeben: Etwa 3.000  Lehrer unter ihnen waren Beamte und sie beteiligten sich entgegen  massiven Drohungen von Seiten des Kultusministers Klug (FDP). Er  kündigte beamtenrechtliche Konsequenzen an, weil Beamte nicht streiken  dürften. Die Landes- und Bundesregierung müssen mit Erschrecken  feststellen, dass auch diese Drohungen bei einem bemerkenswerten Teil  der rund 23.000 verbeamteten Lehrer nicht mehr wirken.</p>
<p>Der Grund für die Empörung: Die Landesregierung plant neben einer  Reihe weiterer Verschärfungen für die ganze Bevölkerung eine weitere  Arbeitszeitverlängerung von einer Unterrichtsstunde. Das würde nicht nur  zu einer weiteren Belastung von Lehrern führen, sondern auch zur  Streichung von Tausenden Planstellen. Gerade junge Lehrer hätten es noch  schwerer, Arbeit im Schuldienst zu finden.</p>
<p>Vielen war die Erleichterung anzusehen, dass sich so viele über das  Streikverbot hinweggesetzt hatten und dass ihr Streik auch aus der  übrigen Bevölkerung unterstützt wurde. Ein Berufsschullehrer  protestierte mit einem Plakat &#8220;Auch die Sklaven durften nicht streiken&#8221;.  Andere hatten sich etwas zum Namen des Kulturministers einfallen  lassen:<em> </em>&#8220;Klug macht dumm&#8221;.</p>
<p>Die Kämpfe der Lehrer werden weitergehen, sicher gemeinsam mit den  Studenten und Beschäftigten der Lübecker Uni-Klinik, die an einen  privaten Krankenhauskonzern verkauft werden soll. Dies würde zur  Einstellung der medizinischen Universitätsausbildung führen.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw23/3.500-lehrerinnen-und-lehrer-im-streik" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 07.06.2010, Korrespondenz</em></p>
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		<title>Aufruf zur Großdemonstration am 16. Juni in Dresden</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 08:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

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		<category><![CDATA[Protest]]></category>

		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

		<category><![CDATA[Sozialabbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind mehr wert!
Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!
Milliarden Euro kürzen, zehntausende Stellen streichen – die Staatsregierung plant bei Kitas, Schulen, Hochschulen, im Jugend- und Sozialbereich, Kultur und bei der Polizei die massivsten Einschnitte seit 20 Jahren. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren!

Die Staatsregierung will den nächsten Landeshaushalt auf einen Schlag um 1,7 Milliarden Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="ngg-singlepic ngg-left" title="Demo Dresden" src="/wp-content/gallery/grafik/dresden_bildung.gif" alt="Demo Dresden" /><strong>Wir sind mehr wert!<br />
Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!</strong></p>
<p>Milliarden Euro kürzen, zehntausende Stellen streichen – die Staatsregierung plant bei Kitas, Schulen, Hochschulen, im Jugend- und Sozialbereich, Kultur und bei der Polizei die massivsten Einschnitte seit 20 Jahren. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren!</p>
<p><span id="more-6346"></span><br />
Die Staatsregierung will den nächsten Landeshaushalt auf einen Schlag um 1,7 Milliarden Euro kürzen. In den kommenden Jahren sollen 17.000 Stellen abgebaut werden. Damit setzt sie die die Zukunft und die Bildung von hunderttausenden Kindern, SchülerInnen, Studierenden, Jugendlichen und Benachteiligten aufs Spiel. Ihre Chancen sind mehr wert!</p>
<p>Die Staatsregierung gefährdet die Arbeit von zehntausenden ErzieherInnen, LehrerInnen und PolizistInnen sowie die Existenz von WissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen,Kulturschaffenden und allen Beschäftigten der betroffenen Einrichtungen. Ihre Arbeit ist mehr wert!</p>
<p>Für diese kurzfristigen Einsparungen müssen wir alle später doppelt draufzahlen. Denn hier zu sparen, bedeutet für die Zukunft weniger Bildung, weniger Sozialarbeit, weniger Kultur aber mehr Arbeitslosigkeit, mehr Kriminalität und mehr Rechtsextremismus. Dabei sind die Kürzungen keineswegs so unumgänglich, wie es die Regierung darstellt.<br />
Wir sind mehr wert! Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!</p>
<p>Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, sondern fordern:</p>
<ul>
<li>alle Kürzungen in Bildung, Sozialem, Kultur im laufenden Haushaltsjahr 2010 zurücknehmen!</li>
<li>keine Mittelkürzungen und Stellenstreichungen bei Bildung, Jugend, Soziales und Kultur im Landeshaushalt 2011/12!</li>
<li>Kitas, Schulen, Hochschulen, Studentenwerke sowie Jugend-, Sozial- und Kultureinrichtungen angemessen ausstatten!</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen und Unterschriften-Liste unter: <a href="http://www.mehr-wert-sachsen.de/" target="_blank" class="liexternal">www.mehr-wert-sachsen.de</a> / <a href="http://data.thehooks.de/MehrWert/?page_id=63" target="_blank" class="liexternal">data.thehooks.de</a></p>
<p><strong>Nachtrag 15.06.2010:</strong><br />
Sternmarsch am 16. Juni: Treffpunkt Hochschule: 13 Uhr Friedrich-List-Platz, Treffpunkt Jugend und Soziales: 15 Uhr Parkplatz Sarrasanistraße (Nähe Carolaplatz), Treffpunkt Öffentlicher Dienst: 15.30 Uhr Carolaplatz. Kundgebung vor dem Landtag: 17 Uhr.</p>
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		<item>
		<title>Bologna-Gipfel endet ergebnislos</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 08:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Bologna]]></category>

		<category><![CDATA[Studentenprotest]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die Kultusminister waren  auf dem &#8220;Bologna-Gipfel&#8221; am Montag nicht bereit mit den Vertretern der  Studenten über tatsächliche Zugeständnisse zu reden. Sie ließ sich  überhaupt nicht darauf ein, über ein Verbot von Studiengebühren zu  sprechen. Auch der Kernforderung der Studierenden nach einem Recht auf  ein Masterstudium für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die Kultusminister waren  auf dem &#8220;Bologna-Gipfel&#8221; am Montag nicht bereit mit den Vertretern der  Studenten über tatsächliche Zugeständnisse zu reden. Sie ließ sich  überhaupt nicht darauf ein, über ein Verbot von Studiengebühren zu  sprechen. Auch der Kernforderung der Studierenden nach einem Recht auf  ein Masterstudium für alle Bachelor-Studierenden, verweigerte sich die  Ministerin.</p>
<p><span id="more-6231"></span></p>
<p>Frau Schavan will im Hochschulpakt 0,4 Milliarden jährlich zusätzlich  zu den Gesamtausgaben im &#8220;Hochschulpaket&#8221; zur Verfügung stellen.  Angesichts der doppelten Abiturjahrgänge und dem enormen Personalmangel  in den Hochschulen wäre nach Angaben der Studentenvertreter mindestens  das Vierfache notwendig, um nur die gröbsten Probleme zu beseitigen.</p>
<p>Der Gipfel ging auf eine Anregung von der  Hochschul-Rektoren-Konferenz-Präsidentin Wintermantel im November des  letzten Jahres zurück. Er sollte die protestierenden Studierenden und  andere Beteiligte  mit den Regierungsverantwortlichen an einen Tisch  bringen.</p>
<p>Frau Schavan hat jedoch von vornherein eigenmächtig über Themen und  Inhalte entschieden. Die Mehrheit der Studentenvertretungen hat den  Gipfel als gescheitert betrachtet. Zum 9. Juni wird erneut zu  &#8220;Bildungsprotesten&#8221; auf die Straße gerufen.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw20/bolognagipfel-endet-ergebnislos" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 18.05.2010</em></p>
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		<item>
		<title>Wer ist schuld am Lehrstellen-Desaster?</title>
		<link>http://www.randzone-online.de/?p=5957</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 07:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung/Ausbildung]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<category><![CDATA[Lehrstellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur noch ein Viertel der Unternehmen bildet Jugendliche aus, jeder zweite bis dritte Lehrstellenbewerber ist nach dem Entwurf des &#8220;Berufsbildungsberichts 2010&#8243; der Bundesregierung länger als ein Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Es ist einer der größten Skandale des Kapitalismus, immer größeren Teilen der Jugend eine gute Ausbildung zu verwehren! Doch die Unternehmerseite hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur noch ein Viertel der Unternehmen bildet Jugendliche aus, jeder zweite bis dritte Lehrstellenbewerber ist nach dem Entwurf des &#8220;Berufsbildungsberichts 2010&#8243; der Bundesregierung länger als ein Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Es ist einer der größten Skandale des Kapitalismus, immer größeren Teilen der Jugend eine gute Ausbildung zu verwehren! Doch die Unternehmerseite hat jetzt offensichtlich ganz andere Schuldige gefunden: Es sind zum einen die Jugendlichen selbst, sie <em>&#8220;unpünktlich, disziplinlos, dumm&#8221;</em> sind (<a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/176/506357/text/" target="_blank" class="liexternal">Süddeutsche Zeitung</a>, 8.4.2010). Ganz einfach.</p>
<p><span id="more-5957"></span></p>
<p>DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben stellte gestern das Ergebnis einer Umfrage unter Unternehmern vor: 74 Prozent hätten fehlende Kenntnisse der Jugendlichen beklagt, knapp die Hälfte hätte Mängel bei Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit festgestellt.<br />
Und dann die Familienschelte: Die Unternehmen müssten zunehmend <em>&#8220;ausbügeln, was Elternhaus und Schule versäumt hätten&#8221;</em>. Er betonte, <em>&#8220;dass die Ausbildung der Kinder nicht eine &#8216;Dienstleistung des Staates&#8217;&#8221;</em> sei. Es werde <em>&#8220;zwingend das Engagement der Eltern benötigt&#8221;</em> (Welt online, 9.4.2010). Das ist ein klares Wort des Unternehmervertreters: Die Familien stehen in der Pflicht, dem Kapital bestmöglich für die Ausbeutung vorbereiteten Nachwuchs zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Tatsächlich wird die gesamte Daseinsvorsorge bis zur Erziehung und Ausbildung der Kinder immer vollständiger auf die Familien abgewälzt. Und so verschärft sich die chronische Krise der bürgerlichen Familienordnung, nehmen die Zerrüttung in den Familien, die Armut, große Probleme in der persönlichen Lebensführung immer mehr zu. Das wirkt sich natürlich auch auf die Erziehung der Kinder aus.</p>
<p>Dass zahlreiche Familien oft unter großen Einschränkungen sich intensiv um die Ausbildung ihrer Kinder bemühen und damit staatliche schulische Aufgaben schultern, verschweigt Wansleben: 1,1 Millionen Schüler erhalten inzwischen Nachhilfe, die Eltern geben dafür bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich aus. Für die Masse der Eltern, für Hartz-IV-Betroffene usw. ist das aber überhaupt nicht mehr bezahlbar. 69 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder sehen die Verkleinerung der Klassen als vordringliches Problem, 64 Prozent sehen im Unterrichtsausfall eine dringend zu lösende Aufgabe (Allensbach-Umfrage zur Schulpolitik, www.teachersnews.net, 31.3.10).</p>
<p>Wanslebens Umfrage verfährt nach dem Motto: &#8220;Haltet den Dieb!&#8221; Sie lenkt gezielt ab von der Tatsache, dass in der Krise die Lehrstellen massiv abgebaut wurden. So kamen nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung auf knapp 870.000 Schulabgänger im Sommer 2009 nur 566.000 Ausbildungsplätze. 25 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Jahr weniger Jugendliche ausbilden.</p>
<p>Und zunehmend werden auch noch die betrieblichen Ausbildungskosten auf die Bevölkerung abgewälzt: So bieten 18 Prozent der Unternehmen inzwischen <em>&#8220;nicht ausbildungsreifen Jugendlichen&#8221;</em> sogenannte &#8220;Einstiegsqualifizierungen&#8221; an. Diese dauern zwischen sechs und 12 Monaten, die Jugendlichen erhalten dafür ganze 212 Euro im Monat – und die sowie die Sozialversicherung werden von der ARGE bezahlt. Für die Betriebe sind diese Jugendlichen somit &#8220;kostenneutral&#8221;, wie es im Amtsdeutsch heißt - eine billige Manövriermasse also.</p>
<p>Das unterstreicht, wie notwendig der Kampf um eine gründliche Schul- und Berufsausbildung ist, wie berechtigt die Forderung &#8220;Für die Verpflichtung der Großindustrie zu einer Ausbildungsquote von 10 Prozent der Beschäftigten&#8221;. Die MLPD empfiehlt jedem Jugendlichen, gegen diese Zustände zu rebellieren - am besten organisiert im <a href="http://www.rebell.info/" target="_blank" class="liexternal">Jugendverband REBELL</a>! [...]</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw14/lehrstellensituation-haltet-den-dieb" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 09.04.2010</em></p>
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