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	<title>randzone &#187; Umwelt</title>
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	<description>Beiträge zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft</description>
	<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 09:53:57 +0000</pubDate>
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		<title>Eine Demonstration der Macht</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 11:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Einen &#8220;Kompromiß&#8221; nennen die Monopolpolitiker ihre &#8220;Einigung&#8221; mit den Energiemonopolen, während alle Welt zuschaut, wie die Regierung Merkel-Westerwelle von den tatsächlich Herrschenden am Nasenring durch die Manege geführt wird. Wenn die politische und gesellschaftliche Opposition dabei von einem &#8220;Einknicken&#8221; und einem &#8220;schwarzen Tag für Deutschland&#8221; spricht, so sagt sie nur die halbe Wahrheit - und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen <em>&#8220;Kompromiß&#8221;</em> nennen die Monopolpolitiker ihre <em>&#8220;Einigung&#8221;</em> mit den Energiemonopolen, während alle Welt zuschaut, wie die Regierung Merkel-Westerwelle von den tatsächlich Herrschenden am Nasenring durch die Manege geführt wird. Wenn die politische und gesellschaftliche Opposition dabei von einem <em>&#8220;Einknicken&#8221;</em> und einem <em>&#8220;schwarzen Tag für Deutschland&#8221;</em> spricht, so sagt sie nur die halbe Wahrheit - und das ist mindestens so schlimm wie eine Lüge. Denn ein &#8220;Einknicken&#8221; wäre es, wenn die Regierung ganz andere Interessen gehabt hätte als die Monopole. Und die &#8220;schwarzen Tage&#8221; häufen sich inzwischen dermaßen, daß man derartiges schon nicht mehr als Einzelfälle sondern nur noch als Methode wahrnehmen muß. Wobei die Formulierung <em>&#8220;für Deutschland&#8221;</em> natürlich auch mehr verschleiert als klarstellt, denn tatsächlich sind es - wenn man denn unbedingt diese Metaphorik gebrauchen will - schwarze Tage für die breite Bevölkerung Deutschlands. RWE, E.on, EnBW und Vattenfall werden den gestrigen Tag sicher gefeiert haben.</p>
<p><span id="more-7383"></span></p>
<p>Und dafür hatten sie allen Grund. Ihre Strahlenmeiler dürfen 8 bis 14 Jahre länger Strom, Atommüll und vor allem zusätzlichen Profit produzieren. Zusätzliche Ausgaben in Sachen Sicherheit wurden ihnen NICHT auferlegt. Die bisher im Gespräch gewesene Brennelementesteuer mutierte zur Abgabe und wurde von 220 Euro auf 145 Euro pro Gramm Kernbrennstoff gesenkt. Da die Abgabe zudem steuerlich absetzbar ist, platzt die Illusion von den 2,3 Milliarden Euro pro Jahr, mit denen man bisher hausieren ging, mit einem großen Knall. Und während die Herren bis zu 14 Jahre zusätzliche Profite scheffeln dürfen, dürfen sie diese Abgabe nur sechs Jahre zahlen. Als geradezu läppisch dürften die so beglückten Konzernherren die 200 bis 300 Millionen Euro pro Jahr ansehen, die sie als &#8220;Sonderbeiträge&#8221; zur Förderung der erneuerbaren Energien wohl aus der Portokasse zahlen.</p>
<p>Ganz offensichtlich nun, daß Wirtschaftsminister Brüderle (FDP), der der Bevölkerung seit Wochen erzählt, die Betreiber der Atommeiler müßten etwa die Hälfte ihrer Profite, die sie durch die längeren Laufzeiten erzielen, abgeben, diese Bevölkerung zum Narren gehalten hat. Selbst wenn E.on seine Strompreise nicht erhöhen würde, würde der Konzern 14 Milliarden Euro an zusätzlichem Profit einfahren. Das mit den gleichbleibenden Strompreisen ist natürlich ebenfalls eine Illusion, so daß E.on wohl mit mindestens 30 Millarden rechnen darf. Nicht anders bei RWE, EnBW und Vattenfall. Ihren Chef-Lobbyisten Brüderle stört es dabei nicht die Bohne, daß seine Demagogie nun entlarvt ist. Er tönt vom <em>&#8220;großen Wurf&#8221;</em> und dem Beginn einer <em>&#8220;neuen Zeitrechnung&#8221;</em>. Ja, ein großer Wurf ist es tatsächlich - für die Energiemonopole als Teil des Kapitals, das mit seltener Offenheit klar gemacht hat, wer auch in diesem Land das Sagen hat.</p>
<p>Angesichts dieser seltenen Offenheit immer noch zu &#8220;kritisieren&#8221;, die Regierung habe einseitig im Interesse der Atomindustrie gehandelt - wie es &#8220;Greenpeace&#8221; z.B. tut - ist schon ein wenig erbärmlich. Denn bei aller Hochachtung vor den Intentionen dieser und anderer Umweltschutzorganisation zeugt diese Kritik doch nur davon, daß die Kritiker den Zusammenhang zwischen herrschender Klasse, Staat und Regierung selbst dann nicht erkennen (können, wollen?), wenn man ihnen diesen auf dem Silbertablett präsentiert. Wobei ihnen dieser Zusammenhang schon beim rot-grünen sogenannten Atomausstieg hätte auffallen können, der ja auch nur die Laufzeiten auf 30 Jahre festschrieb und kein einziges AKW stilllegte. Die aktuellen wahlkämpferisch gefärbten Ansagen der SPD-Granden können daran nichts ändern.</p>
<p>Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE versteigt sich gar zu der &#8220;Kritik&#8221;, der &#8220;Einigung&#8221; fehle <em>&#8220;jede soziale Komponente&#8221;</em>. <em>&#8220;Noch nicht einmal eine gesetzliche Verpflichtung zu Stromsozialtarifen konnte Merkel den Konzernbossen als Gegenleistung abringen.&#8221;</em> Hat denn diese Dame alles vergessen und wirklich nichts hinzugelernt. Wann jemals in der Geschichte des Kapitalismus haben denn die Kapitalisten freiwillig soziale Zugeständnisse gemacht? Welche soziale Errungenschaft, welches demokratische Recht, welche bürgerliche Freiheit wurde denn ohne Kampf, ohne Verfolgung und ohne Repressionen der Massen errungen? Derartige <em>&#8220;Gegenleistungen&#8221;</em> - wenn es denn um &#8220;Gegenleistungen&#8221; geht - gab es doch immer nur, wenn das Kapital, die herrschende Klasse dazu gezwungen war, wenn es die Machtverhältnisse erzwangen oder wenn es dieser Klasse zwecks Machterhalt für opportun hielt. Es ist also grundsätzlich eine Frage der Macht. Und es geht nicht darum, daß eine Regierung der Monopole ihren Auftraggebern etwas &#8220;abringt&#8221;. Auch Frau Lötzsch scheint über den Zusammenhang zwischen herrschender Klasse, Staat und Regierung äußerst diffuse Vorstellungen zu haben.</p>
<p>Bei derartig diffusen Vorstellung selbst in einer linken Partei, wird es wohl eher nicht zu dem großen <em>&#8220;gesellschaftlichen Gegenwind&#8221;</em> kommen, den der Sprecher der Initiative &#8220;Ausgestrahlt&#8221; so optimistisch vorhersagt. Wieder ist es aller Ehren wert und vor allem notwendig, daß die Atomkraftgegner zur Großdemo am 18. September nach Berlin mobilisieren, daß sie Proteste und Blockaden organisieren und die Menschen damit aufzurütteln suchen. Doch der durchaus schon längst nötige &#8220;gesellschaftlichen Gegenwind&#8221; wird ein laues Lüftchen bleiben, solange die gesellschaftlichen Ursachen für all dieses Protest- und Widerstandswürdige den Menschen nicht klar und deutlich aufgezeigt wird. Doch selbst die schönste Jungfrau Frankreichs kann nur geben was sie hat. Solange sich also die &#8220;Aktivisten&#8221; selbst nicht darüber klar sind, solange wird die herrschende Klasse bei aufkommendem Wind höchstens die Fensterläden schließen und sich die Hände am warmen Kamin reiben.</p>
<p>Und sie hat einen weiteren Grund dafür. In meinem Terminkalender stehen derzeit u.a. folgende Termine: 11. September in Berlin: Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; gegen Überwachungswahn; 18. September in Berlin: &#8220;Nazis stoppen!&#8221;; 29. September in Berlin: &#8220;Wir zahlen nicht für eure Krise&#8221;; 16. Oktober in Berlin: 7. Bundesweite Montagsdemonstration gegen die Regierung &#8230; Jeder macht seinen Protest. Jeder will möglichst viele Mitstreiter auf die Beine bringen. Jeder demonstriert gegen EINEN Baustein der volksfeindlichen Politik der schwarz-gelben Monopolregierung Merkel-Westerwelle. Ich kann nicht sagen, ob diese faktische Spaltung des berechtigten und notwendigen Protests bewußt oder unbewußt geschieht. Ich denke aber, daß sie den ganzen Protest, der zum Massenprotest werden müßte, nur schwächen kann.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>Atompolitik: Die nicht geführte Debatte</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 10:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>K.D. Rosenporten</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[In der angeblich geführten Debatte um das Energiekonzept der Monopolregierung Merkel-Westerwelle wird das noch immer ungelöste Problem der Entsorgung hochradioaktiver Abfälle konsequent ignoriert. Darauf wies jetzt noch einmal die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hin. Aktuell werden bereits 5.000 Tonnen dieses strahlenden Mülls oberirdisch in Zwischenlagern aufbewahrt.

Kritisiert wird auch, daß man im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der angeblich geführten Debatte um das Energiekonzept der Monopolregierung Merkel-Westerwelle wird das noch immer ungelöste Problem der Entsorgung hochradioaktiver Abfälle konsequent ignoriert. Darauf wies jetzt noch einmal die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hin. Aktuell werden bereits 5.000 Tonnen dieses strahlenden Mülls oberirdisch in Zwischenlagern aufbewahrt.</p>
<p><span id="more-7285"></span></p>
<p>Kritisiert wird auch, daß man im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung der Strahlenmeiler immer nur über einen Zeitraum statt über &#8220;Reststrommengen&#8221; verhandelt. &#8220;Da können aus einer behaupteten Laufzeitverlängerung von zehn Jahren schnell 15 oder mehr Jahre werden&#8221;, so ein Sprecher der BI.</p>
<p>Daran wird auch deutlich, daß Atomstrom alles in allem die teuerste Energieart ist - wenn denn die Atomkraftbetreiber die Kosten für Strahlenschutz, für die Deponierung des Atommülls, für die Demontage stillgelegter Atomkraftwerke etc. selbst bezahlen müßten. Müssen sie dank ihrer monopolfreundlichen Regierung aber nicht. Diese Kosten bürdet man uns auf, während die Energiekonzerne mit jedem Jahr Laufzeitverlängerung zig Milliarden Euro an Extraprofiten einstreichen. Zugleich akzeptieren Merkel und Konsorten die objektive Gefahr der erhöhten radioaktiven Strahlenbelastung, wie auch die Gefahr eines deutschen Tschernobyl.<br />
Aber was red&#8217; ich da? Unsere AKW sind die sichersten der Welt und der Strompreis fällt und fällt &#8230;</p>
<p>K.D. Rosenporten</p>
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		<title>Angela Merkel - Kanzlerin der regenerativen Energien?</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 07:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am Freitag beendete Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre  medial in Szene gesetzte &#8220;Energie-Reise&#8221;. Sie trat als lernbegierige  Physikerin auf, sprach unentwegt vom notwendigen Übergang zu  regenerativen Energien und bewunderte staunend ein Haus, das mehr  Energie produziert als darin verbraucht wird. Ebenfalls gestern wurde  die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie zur künftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag beendete Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre  medial in Szene gesetzte &#8220;Energie-Reise&#8221;. Sie trat als lernbegierige  Physikerin auf, sprach unentwegt vom notwendigen Übergang zu  regenerativen Energien und bewunderte staunend ein Haus, das mehr  Energie produziert als darin verbraucht wird. Ebenfalls gestern wurde  die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie zur künftigen  deutschen Energiepolitik, die unter Federführung des  Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI) erstellt  wurde, an das Bundeswirtschafts- und das Bundesumweltministerium zur  Auswertung übergeben. Vor kurzem war bekannt geworden, dass die  Energiemonopole RWE und E.on zu den Hauptgeldgebern des Instituts  gehören und mit eigenen Mitgliedern im Verwaltungsrat vertreten sind.</p>
<p><span id="more-7246"></span></p>
<p>Während noch vor wenigen Jahren die Forderung nach komplettem Umstieg  auf erneuerbare Energien vielfach als linke Öko-Spinnerei verspottet  wurde, ist dieses Szenario jetzt voll gesellschaftsfähig geworden. So  betonte Bundeskanzlerin Merkel, dass sie &#8220;in Windeseile&#8221; ein  Energiekonzept haben wolle, das Wirtschaftlichkeit und Versorgung mit  regenerativen Energien sicherstellen soll.</p>
<p>Dahin jedoch, so Energiekonzerne und Regierung, gibt es ihrer Meinung  nach keinen anderen Weg als die sogenannte &#8220;Brückentechnologie&#8221;. Damit  ist der Weiterbetrieb von Atom- und anderen Kraftwerken gemeint, die  Verlängerung der Laufzeiten von AKWs und der Bau neuer Atomanlagen und  fossiler Großkraftwerke. Nur so sei díe Stromversorgung auf absehbare  Zeit gewährleistet und könne der Übergang reibungslos vonstatten gehen.</p>
<p>Die Brücken-Argumentation entbehrt wissenschaftlich-technischer  Grundlagen. Selbst das aktuelle, von der Bundesregierung bestellte  EWI-Gutachten kann nicht nachweisen, dass die Verlängerung der  AKW-Laufzeiten als &#8220;Brücke&#8221; zwingend notwendig ist: bei Verzicht auf die  Verlängerung der AKW-Laufzeiten sei weder die Versorgungssicherheit  gefährdet noch müssten die Strompreise steigen.</p>
<p>Auch der Präsident des Bundesumweltamts (UBA), Jochen Flasbarth, ist  der Meinung, dass eine vollständige Umstellung technisch und ökologisch  möglich sei und längere AKW-Laufzeiten sogar Investitionen in  erneuerbare Energien bremsen. Im ehemaligen Salzbergwerk Asse verrotten  seit nunmehr 43 Jahren Fässer voller radioaktivem Müll und bedrohen  nicht nur die Region - so &#8220;sauber&#8221; ist Atomstrom!</p>
<p>Das EWI-Gutachten empfiehlt eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten um  12 bis 20 Jahre. Dabei geht die Studie auftragsgemäß von der  Voraussetzung aus, dass zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen bei einer  Verlängerung der AKW-Laufzeiten vorgenommen würden, nicht jedoch  im Szenario ohne längere Laufzeiten. Tatsächlich verspricht jede  Laufzeitverlängerung für die hochgefährliche Atomtechnologie in erster  Linie Milliardenprofite für die Energiemonopole. Nach Berechnungen des  Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in  Essen ermöglicht der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke um zehn Jahre  zusätzliche Erlöse von mehr als 70 Milliarden Euro, bei 20 Jahren wären  es 250 Milliarden Euro.</p>
<p>Die davon abzuziehende Brennelementesteuer wäre Peanuts für die  Energiemonopole. Die darüberhinaus von Frau Merkel geforderte  &#8220;Einmalzahlung&#8221; der Atomkonzerne soll nun in einen &#8221;freiwilligen  Beitrag&#8221; umgewandelt werden. Und dieser sieht so aus: Investitionen, die  die Konzerne ohnehin etwa beim Bau von - ebenfalls höchst profitablen -  Offshore-Windparks oder in den Netzausbau tätigen wollen, werden als  &#8220;Gegenleistung&#8221; für die Laufzeitverlängerung akzeptiert!</p>
<p>Die Propaganda von der sauberen Brückentechnologie hat es bisher  nicht vermocht, die Bewegung der Atomkraftgegner zu zersetzen. Frau  Merkels gesamte Reise war von Protesten von AKW-Gegnern begleitet,  darunter auch Bauern mit ihren Traktoren. Insbesondere  Grünen-Führer(innen) wie Renate Künast versuchen, den Widerstand zu  vereinnahmen. Dabei geht unter anderm der skandalöse Beschluss, Biblis B  weiter zu betreiben, auf den sogenannten Atomkonsens zurück, den im  Jahr 2000 die damalige Schröder-Fischer-Regierung mit den  Energiekonzernen vereinbart hat. Dieser angebliche &#8220;Atomausstieg&#8221;  beinhaltete, dass alle deutschen Atomkraftwerke zusammen noch 2.623  Millionen Gigawattstunden Strom produzieren durften. Damit wurde die  absurde Möglichkeit aufgemacht, Kontingente verschiedener AKWs  miteinander zu verrechnen.</p>
<p>Merkel wollte von den Argumenten der Demonstranten und Umweltschützer  nichts wissen. 160.000 Unterschriften für den sofortigen kompletten  AKW-Ausstieg konnten ihr nicht übergeben werden! Ob solcher Arroganz und  heuchlerischer Argumente ist es angebracht, alle Illusionen auf eine  Lösung gemeinsam mit den bürgerlichen Parteien zu überwinden und zum  aktiven Widerstand gegen die Atompolitik der Regierung, von E.on, RWE  und Konsorten überzugehen. Sofortige Stillegung aller AKWs! Übergang zur  Kreislaufwirtschaft und regenerativen Energien!</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw34/aktiver-widerstand-gegen-verlaengerung-der-akw-laufzeiten-erforderlich" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 28.08.2010</em></p>
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		<title>Bonn: Ergebnislose Klimakonferenz</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 11:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Eine weitere fünftägige sogenannte Klimaschutzkonferenz der UNO ist zu Ende. Dabei ist es vor allem erstaunlich, daß es noch immer zahlreiche Beobachter solcher Ereignisse gibt, obwohl die meisten von ihnen schon im Vorfeld erwartet haben, daß es kein konkretes Ergebnis geben wird. Wozu dann also noch beobachten? Die Hoffnung stirbt zuletzt?

Nach dem kläglich gescheiterten Klimagipfel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weitere fünftägige sogenannte Klimaschutzkonferenz der UNO ist zu Ende. Dabei ist es vor allem erstaunlich, daß es noch immer zahlreiche Beobachter solcher Ereignisse gibt, obwohl die meisten von ihnen schon im Vorfeld erwartet haben, daß es kein konkretes Ergebnis geben wird. Wozu dann also noch beobachten? Die Hoffnung stirbt zuletzt?</p>
<p><span id="more-7015"></span></p>
<p>Nach dem kläglich gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen 2009 kam es in Bonn sogar noch zur Steigerung dieses Scheiterns. Ein &#8220;Minimalkompromiß&#8221; zur Vorbereitung des &#8220;Weltklimagipfels&#8221; in Cancún sollte ausgehandelt werden. Doch nicht einmal das gelang. Statt dessen wollen &#8220;Entwicklungsländer&#8221; wie China, Indien, Brasilien und Südafrika in Sachen CO2-Emission sogar noch hinter die Kopenhagener Vereinbarungen zurück, was die Vertreter der hochentwickelten westlichen Industriestaaten natürlich überhaupt nicht verstehen können. Wobei die Widersprüche zwischen den Interessen der jeweiligen Kapitalisten natürlich offen auf der Hand liegen. Daß die sogenannten Entwicklungsländer dabei auf dem noch immer fehlenden Klimagesetz der USA herumreiten, ist nur ein Ausdruck dieser Widersprüche.</p>
<p>Daß man auf dem &#8220;Gipfel&#8221; in Cancún längst nicht mehr mit durchschlagenden Erfolgen rechnet, das wird daran deutlich, daß dieses Treffen inzwischen nur auf Ministerebene stattfinden soll. Ein umfassender Weltklimavertrag, mit dem sich die Staats- und Regierungschefs schmücken könnten, ist also nicht zu erwarten. Das ohnehin unzureichende Kyoto-Protokoll von 1997 läuft Ende 2012 aus. Und wie es weitergehen soll, davon haben die weisen Staatsmänner und -frauen keine Ahnung. Warum das so ist, das können Sie hier lesen: <a href="/?p=4467" class="liinternal">&#8220;Das Ende der Menschheit? - Wir oder sie – kein anderer Weg ist möglich&#8221;</a> von Karl Weiss.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
<span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Lesen%3A%20%20%22Bonn%3A%20Ergebnislose%20Klimakonferenz%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F342shwk" title="Artikel an Twitter senden!" rel="nofollow">Artikel an Twitter senden!</a></span>
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		<title>Vorgeschmack auf Regierungspläne - RWE lässt Schrottreaktor Biblis B weiter in Betrieb</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 16:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Uralt-Atomkraftwerk Biblis B, das aus Gründen &#8220;mangelnder  Sicherheit&#8221; offiziell dieses Jahr abgeschaltet werden müsste, soll nach  dem Willen des RWE-Konzerns mindestens bis Ende 2011 weiterlaufen. Der  Konzern überträgt dem südhessischen Kraftwerk kurzerhand eine  &#8220;Reststrommenge&#8221; von 8.100 Gigawattstunden vom stillgelegten  Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich in Rheinland-Pfalz. RWE hatte bereits die  Laufzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Uralt-Atomkraftwerk Biblis B, das aus Gründen &#8220;mangelnder  Sicherheit&#8221; offiziell dieses Jahr abgeschaltet werden müsste, soll nach  dem Willen des RWE-Konzerns mindestens bis Ende 2011 weiterlaufen. Der  Konzern überträgt dem südhessischen Kraftwerk kurzerhand eine  &#8220;Reststrommenge&#8221; von 8.100 Gigawattstunden vom stillgelegten  Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich in Rheinland-Pfalz. RWE hatte bereits die  Laufzeit des Reaktors Biblis A gestreckt, indem er Reststrommengen aus  dem stillgelegten Eon-AKW in Stade, in dessen Umkreis eine stark  überhöhte Kindersterblichkeit und Leukämieerkrankungen registriert  wurden, erwarb. Dabei könnte der Konzern die Laufzeit von Biblis B noch  weiter strecken. Von insgesamt 21.450 Gigawattstunden Reststrommenge  überträgt RWE bisher erst 8.100 Gigawattstunden von Mülheim-Kärlich auf  Biblis B.</p>
<p><span id="more-6979"></span></p>
<p>Diese Möglichkeit, Kontingente verschiedener AKWs miteinander zu  verrechnen, geht auf den so genannten &#8220;Atomkonsens&#8221; zurück, den im Jahr  2000 die damalige Schröder/Fischer-Regierung mit den Energiekonzernen  vereinbart hat. Der angebliche &#8220;Atomausstieg&#8221; beinhaltete, dass alle  deutschen Atomkraftwerke zusammen noch 2.623 Millionen Gigawattstunden  Strom produzieren durften. In Jahre umgerechnet ergab das eine  durchschnittliche Laufzeit für jedes Kraftwerk von 32 Jahren. Ein festes  Datum für die endgültige Abschaltung war nicht vorgeschrieben.</p>
<p>Da einzelne Kraftwerke aus verschiedenen Gründen mittlerweile  stillgelegt wurden, können andere umso länger laufen und werden dadurch  zu tickenden Zeitbomben. Denn mit zunehmender Betriebsdauer wird das  Material durch den dauernden radioaktiven Beschuss immer spröder. Erst  am vergangenen Freitag war das Notstandssystem von Biblis B für rund  eine Minute ohne Strom. Anfang Juli gab es ein Leck an einer Armatur.  Der Reaktor legte in den vergangenen Jahrzehnten eine Pannenserie  ohnegleichen hin.</p>
<p>Die schwarz-gelbe Bundesregierung will die Laufzeiten der Atommeiler nun  sogar auf bis zu 60 Jahre verlängern. Sie setzen damit um, was die vier  großen Energiekonzerne in Deutschland seit Jahren massiv gefordert  haben. Bei einer Verlängerung um 28 Jahre winken ihnen mindestens 250  Milliarden Euro zusätzliche Profite. Eine Laufzeitverlängerung auf 60  Jahre würde das Risiko weiterer &#8220;Störfälle&#8221; bis hin zum &#8220;Super-GAU&#8221; wie  in Tschernobyl unkalkulierbar erhöhen.</p>
<p>Noch schiebt die Bundesregierung den Beschluss zur geplanten  Laufzeitverlängerung angesichts der anschwellenden Proteste vor sich  her. Hunderttausende haben in Deutschland im letzten Jahr für die  Stilllegung aller Atomkraftwerke demonstriert. Die Kraftwerksbetreiber  versuchen deshalb, ihre Meiler mit solchen Strommengen-Übertragungen bis  zur Aufhebung des bisherigen &#8220;Atomkonsenses&#8221; über die Zeit retten.  Dessen Kritiker hatten ihn bereits vor zehn Jahren auch deshalb als  Mogelpackung bezeichnet, weil die Konzerne von vornherein darauf setzen  würden, dass früher oder später die Regierung wechselt.</p>
<p>Um der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, verbreiten  Bundesregierung und Energiekonzerne die Lüge, die AKWs würden als  &#8220;Brückentechnologie&#8221; noch benötigt, bis man ganz auf erneuerbare  Energien umsteigen kann. Vom technisch-wissenschaftlichen Stand her ist  es aber längst möglich, die Energieversorgung zu 100 Prozent auf  erneuerbare Energien umzustellen. Die skrupellose Entscheidung zu Biblis  B unterstreicht, wie notwendig der Kampf für die sofortige Abschaltung  aller Atomanlagen ist.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw31/vorgeschmack-auf-regierungsplaene-rwe-laesst-schrottreaktor-biblis-b-weiter-in-betrieb" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 04.08.2010</p>
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		<title>Trinkwasser und Profit</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 11:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem von der UNO jüngst zu Menschenrecht erklärten Anspruch auf sauberes Wasser, beleuchtete rf news gestern einen weiteren wichtigen Aspekt des Themas Trinkwasser:
Die internationalen Agrar- und Industriemonopole sind die Hauptverursacher einer weltweiten Vergeudung des Trinkwassers. Für einen Liter Biosprit werden z.B. bis zu 9.000 Liter Wasser verbraucht.

Auch die durch die Profitgier der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im Zusammenhang mit dem von der UNO jüngst zu Menschenrecht erklärten Anspruch auf sauberes Wasser, beleuchtete <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw30/eine-milliarde-menschen-auf-der-welt-haben-kein-sauberes-trinkwasser" target="_blank" class="liexternal">rf news</a> gestern einen weiteren wichtigen Aspekt des Themas Trinkwasser:</em></p>
<p>Die internationalen Agrar- und Industriemonopole sind die Hauptverursacher einer weltweiten Vergeudung des Trinkwassers. Für einen Liter Biosprit werden z.B. bis zu 9.000 Liter Wasser verbraucht.<br />
<span id="more-6931"></span><br />
Auch die durch die Profitgier der internationalen Monopole verursachte Erderwärmung wegen des ungebremsten Ausstoßes von Treibhausgasen wirkt sich verheerend auf den Wasserkreislauf und damit auf die Versorgung mit Trinkwasser aus. In großen Gebieten Australiens, Afrikas oder Brasiliens verlängern sich dadurch z.B. die Trockenzeiten. Im Himalaya schmelzen die Gletscher rapide ab, was die Wasserversorgung von mehreren hundert Millionen Menschen in Bangladesch, China, Indien, Nepal und Pakistan bedroht.</p>
<p>Die USA, Kanada aber auch die Europäische Union wollen, dass Wasser durch Privatisierung der Wasserwirtschaft ein „frei handelbares Wirtschaftsgut&#8221; wird, das sich internationale Monopole mehr und mehr unter den Nagel reißen können. Internationale Konzerne wie Nestlé, Coca Cola, Pepsi oder das RWE sind weltweit damit beschäftigt, sich diese Profitquellen zu sichern. Man plant riesige Pipelines und den Aufbau von Super-Tankerflotten, um Wasser weltweit handeln zu können. Die Konzerne versprechen sich für jeden investierten Dollar bis zu 35 Dollar Gewinn. Solche global agierende Unternehmen wie Nestlé erlangen vor allem in den neokolonial abhängigen Ländern immer größeren Einfluss auf die regionalen Wasserwirtschaft. Sie beuten die Wasserreserven rücksichtslos aus, was meist eine Senkung des Grundwasserspiegels in den betroffenen Regionen und noch weitere Wasserknappheit zur Folge hat.</p>
<p>Seit Jahren ringen weltweit zahlreiche Organisationen sowie etliche Regierungen neokolonial ausgebeuteter Länder wie die von Bolivien um die Anerkennung eines Menschenrechts auf Wasser. Ihnen geht es dabei vor allem um den politischen Druck auf diejenigen Länder, die Wasser zur Profitmacherei der internationalen Monopole nutzen wollen.</p>
<p>Dagegen gibt es heftigen Widerstand. Mittlerweile haben deshalb einige Länder wie Bolivien und Uruguay die Privatisierung des Wassers in der Verfassung untersagt. Es ist also nicht zufällig, dass die Initiative in der UNO von Bolivien ausging. Im bolivianischen Cochabamba führte die Bevölkerung Anfang 2000 einen regelrechten „Wasserkrieg“ dagegen. Nach der durch den internationalen Währungsfonds IWF erzwungenen Privatisierung der Wasserversorgung verdreifachte der US-amerikanische Bechtel-Konzern innerhalb kürzester Zeit die Wasserpreise. Auf die Verhängung des Kriegsrechts durch die damalige, den Imperialisten hörige Regierung reagierte die Bevölkerung mit bewaffnetem Widerstand. Mitte April 2000 musste die Regierung die Privatisierung schließlich zurücknehmen. Die Weltbank versucht heute noch, die neue bolivianische Regierung unter Präsident Morales aufgrund des geltenden Handelsrechts auf einige Millionen Dollar Schadensersatz zu verklagen.</p>
<p>Das Problem der zunehmenden Verschmutzung, Verseuchung und Vergeudung des grundlegenden Lebensmittel Wasser kann nur durch eine weltweite Widerstandsfront gegen die Profitmacherei der internationalen Monopole und ihre Unterstützung durch die Regierungen in den imperialistischen Ländern gestoppt werden.</p>
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		<title>UN-Konferenz zur Artenvielfalt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wie Konzerne mit der Sorge um die Umwelt noch Geschäfte machen wollen
Die UN-Umweltorganisation UNEP wirft den 3.000 wichtigsten Konzernen  der Welt in einer gestern veröffentlichten Studie vor, das &#8220;natürliche  Kapital&#8221; der Welt &#8220;im großen Stil&#8221; zu vernichten.  UNEP-Chef Achim Steiner sagte der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221;: &#8220;Der  Raubbau an der Natur durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie Konzerne mit der Sorge um die Umwelt noch Geschäfte machen wollen</strong></p>
<p>Die UN-Umweltorganisation UNEP wirft den 3.000 wichtigsten Konzernen  der Welt in einer gestern veröffentlichten Studie vor, das <em>&#8220;natürliche  Kapital&#8221;</em> der Welt <em>&#8220;im großen Stil&#8221; </em>zu vernichten.  UNEP-Chef Achim Steiner sagte der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221;: <em>&#8220;Der  Raubbau an der Natur durch die Wirtschaft setzt sich seit Jahren  ungebremst fort. In vielen Konzernen gilt immer noch die Devise:  Natürliche Ressourcen sind unerschöpflich.&#8221;</em> Das entspricht der  täglichen Erfahrung der breiten Massen mit der Gier und Schamlosigkeit  der Monopole.</p>
<p><span id="more-6776"></span></p>
<p>Als US-Präsident Barack Obama nach der BP-Katastrophe ein zeitweiliges  Verbot von Tiefseebohrungen verkündete, haben doch tatsächlich 32  Ölkonzerne dagegen geklagt - und Recht bekommen. Ein Bundesrichter hatte  deren Beschwerde wegen <em>&#8220;massiven wirtschaftlichen Einbußen&#8221;</em> höher bewertet als den Schutz der Menschen vor weiteren Katastrophen.</p>
<p>Die Gier der Monopole gilt insbesondere dem Versuch, möglichst lange  davon profitieren, dass die Preise für die knapper werdenden Ressourcen  steigen. So planen die Öl-Konzerne bereits einen massiven Preisanstieg  mit der Begründung, dass sich Tiefseebohrungen verzögern und dadurch das  Öl knapp wird. Bereits heute stammen 30 Prozent der Rohölproduktion aus  Meeresbohrungen.</p>
<p>Das gleiche Muster gilt für die Profithaie bei anderen &#8220;Rohstoffen&#8221; wie  Ackerland und Wasser. Und hier ist auch der Haken bei dem zitierten  UN-Bericht: Seit gestern tagt in London das erste internationale  &#8220;Symposium über das Geschäft mit der Artenvielfalt&#8221;. Für dieses  Symposium war der UN-Bericht erstellt worden. Auf dieser Konferenz geht  es keineswegs um den aktiven Widerstand gegen die Umweltkatastrophe und  ihre Verursacher. Statt dessen sind internationale Monopole, Regierungen  und Nichtregierungsorganisationen eingeladen, darüber zu beraten, wie  aus der Umweltkatastrophe noch möglichst viel Profit geschagen werden  kann.</p>
<p>Sponsoren, Teilnehmer und Redner bei diesem Symposium sind unter anderem  Spitzenmanager von Rio Tinto, BASF, Unilever, PriceWaterhouseCoopers,  Veolia, Airbus, Wessex Water, Swiss Re, BNP Paribas, Merrill Lynch und  Borealis. Die UN-Umweltorganisation als ein Träger dieser Konferenz  bemüht sich, dem ganzen den Anschein von &#8220;nachhaltigem Wirtschaften&#8221; zu  geben und Organisationen wie der WWF und Greenpeace beteiligen sich  ebenfalls daran.</p>
<p>Es wäre tödlich, sich auf Institutionen wie die UN zu verlassen, die  medienwirksam die internationalen Monopole kritisiert, um dann genau  diese Monopole zu beraten, wie aus der Sorge um die Umwelt Profit zu  schlagen ist. Ganz in diesem Sinne wurden drei der schlimmsten  internationalen Ausbeuter und Umweltzerstörer in dem UNEP-Bericht für  ihren angeblichen Schutz der Artenvielfalt ausgezeichnet: Rio Tinto,  Walmart und Coca Cola. Die Rettung der Umwelt vor der Profitgier kann  nur durch weltumspannenden aktiven Widerstand auf Kosten der Profite  gelingen.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw28/un-konferenz-zur-artenvielfalt-wie-konzerne-mit-der-sorge-um-die-rettung-der-umwelt-noch-geschaefte-machen-wollen" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 14.07.2010</em></p>
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		<title>ZDF-Mediathek: &#8220;Der große Bluff&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 13:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>K.D. Rosenporten</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<category><![CDATA[AKW]]></category>

		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>

		<category><![CDATA[Atompolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Der große Bluff&#8221; hat die ARD-Sendung &#8220;Frontal21&#8243; am 13.07. einen sehr beeindruckenden und recht entlarvenden Beitrag zur Atompolitik der deutschen Monopolpolitiker zustande gebracht. Überaus deutlich wird die enge Verflechtung des Staates mit den vier Energie-Monopolen, denen es bei der Demagogie um die Laufzeitverlängerung nur um Profit, um Zusatzprofit geht. Laufen die AKW acht Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1090144" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Der große Bluff&#8221;</a> hat die ARD-Sendung &#8220;Frontal21&#8243; am 13.07. einen sehr beeindruckenden und recht entlarvenden Beitrag zur Atompolitik der deutschen Monopolpolitiker zustande gebracht. Überaus deutlich wird die enge Verflechtung des Staates mit den vier Energie-Monopolen, denen es bei der Demagogie um die Laufzeitverlängerung nur um Profit, um Zusatzprofit geht. Laufen die AKW acht Jahre länger, so macht Vattenfall 3,7, EnBW 11, RWE 14 und Eon 21,6 Milliarden Euro zusätzlichen Profit. Wird die Laufzeit gar um 28 Jahre verlängert, so geht es um insgesamt 225 Milliarden Euro Zusatzprofit. Das ist der einzige Sinn, weswegen die Monopolherren und ihre politischen Kommis uns diese gefährliche Technologie als &#8220;Brücke&#8221; in die Zukunft anpreisen.</p>
<p><span id="more-6766"></span></p>
<p>Deswegen ist die vermeintliche Debatte um ein neues Energiekonzept auch längst zuende. Merkel und Konsorten überlegen nur noch, wie viele Jahre an Laufzeitverlängerung sie uns unbeschadet zumuten können, und wie sie sie durchsetzen können. Der neueste Einfall wurde gestern in der Financial Times Deutschland (FTD) veröffentlicht. Demnach will die schwarz-gelbe Regierung Strommengen portionsweise an die Energie-Monopole versteigern. Je mehr Portionen man hat, je länger können die AKW laufen. Im Bundesumweltministerium gibt es dazu zwar keine konkreten Überlegungen, doch CDU- und FDP-&#8221;Experten&#8221; finden&#8217;s schon mal toll, kann man uns auf diese Weise doch vorgaukeln, daß ein Teil der Profite zu unseren Gunsten in die Staatskasse fließe. Die Monopolherren finden die Idee zwar nicht so toll, doch im Interesse des &#8220;sozialen Friedens&#8221; könnten sie ihren politischen Geschäftsverwaltern diebezüglich schon entgegenkommen.</p>
<p>Bei aller berechtigten Kritik, die jetzt von allen möglichen Seiten kommt, fehlt der Aspekt, der die &#8220;Versteigerung&#8221; selbst der Kritik unterwirft. Denn es gibt nur vier Bieter, die - auch wenn sie formal Konkurrenten sind - möglichst wenig zahlen wollen. Was sollte sie daran hindern, sich abzusprechen? Bei jeder &#8220;Stromportion&#8221; bietet immer nur einer das Mindestgebot, und schon verfliegen Angela&#8217;s Milliardenträume.</p>
<p>Vielleicht aber ist diese &#8220;tolle Idee&#8221; auch nur der Sommerpause und dem daraus erwachsenen Sommerloch geschuldet. Warten wir&#8217;s also ab und sehen uns währenddessen noch einigemale <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1090144" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Der große Bluff&#8221;</a> an. Für&#8217;s Staatsfernsehen eine bemerkenswerte Leistung.</p>
<p>K.D. Rosenporten</p>
<span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Lesen%3A%20%20%22ZDF-Mediathek%3A%20%22Der%20gro%C3%9Fe%20Bluff%22%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F3yq4let" title="Artikel an Twitter senden!" rel="nofollow">Artikel an Twitter senden!</a></span>
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		<item>
		<title>Die UNO und die internationalen Monopole</title>
		<link>http://www.randzone-online.de/?p=6761</link>
		<comments>http://www.randzone-online.de/?p=6761#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 10:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wallmann sen.</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Vereinten Nationen (UNO) werfen den großen Konzernen der Welt doch tatsächlich schwere &#8220;Versäumnisse&#8221; beim Umweltschutz vor. Die 3.000 führenden Unternehmen verursachen jedes Jahr Umweltschäden im Wert von fast zwei Billionen Euro, was auch dazu führt, daß Tierarten immer schneller aussterben. Bei den internationalen Monopolen löst auch diese Studie der UNO keine weitere Besorgnis aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen (UNO) werfen den großen Konzernen der Welt doch tatsächlich schwere &#8220;Versäumnisse&#8221; beim Umweltschutz vor. Die 3.000 führenden Unternehmen verursachen jedes Jahr Umweltschäden im Wert von fast zwei Billionen Euro, was auch dazu führt, daß Tierarten immer schneller aussterben. Bei den internationalen Monopolen löst auch diese Studie der UNO keine weitere Besorgnis aus. Ökologische Ziele machen sich zwar in der Firmen-Propaganda gut, doch wenn es um den Profit und die Dividende der Aktionäre geht, ist dergleichen nur hinderlich.</p>
<p><span id="more-6761"></span></p>
<p>Die UNO selbst hat sich offensichtlich nichts vorzuwerfen. Schaut man nur auf die unzähligen &#8220;Gipfel&#8221; für Naturschutz, Artenschutz, Nachhaltigkeit und wie sie in schier unerschöpflicher Phantasie sonst noch genannt werden, so scheint die UNO äußerst rege und bemüht zu sein. Wenn man wie beim UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahre 2002 jedoch nur darüber schwätzt, wie sich  die Umweltzerstörung und das Elend in der Welt bekämpfen lassen, und mit keinem Wort auf die Ursachen von Umweltzerstörung und Elend eingeht, so ist klar, warum die UNO über hehre Ziele und Aktionsplänemacherei nicht hinauskommt.</p>
<p>In Sachen Artenschutz stellte die UNO 2002 fest, daß mehr als 11.000 Tier- und Pflanzenarten bedroht sind, 800 sind bereits ausgestorben. Man vereinbarte also, bis 2010 die Geschwindigkeit des Artensterbens &#8220;deutlich zu verringern&#8221;, die Ausbeutung von Naturressourcen zu reduzieren sowie die Vielfalt von Fauna und Flora zu bewahren. Heute stellt man fest, daß die Tierarten immer schneller aussterben und der kapitalistische Raubbau zu Umweltschäden in Billionenhöhe führt. Der damalige &#8220;grüne&#8221; Umweltminister Trittin wertete es als &#8220;Erfolg&#8221;, daß an diese Vereinbarung auch die Länder gebunden seien, die - wie die USA - die Artenschutz-Konvention des Rio-Gipfels nicht unterschrieben hatten. Nun, offensichtlich war tatsächlich niemand an nichts gebunden, und der &#8220;Grüne&#8221; entpuppt sich als Demagog.</p>
<p>In Sachen &#8220;Entwicklungshilfe&#8221; sind UNO-Theorie und kapitalistische Praxis ebenfalls Lichtjahre voneinander entfernt. Bereits 1970 haben sich die Industrieländer in einer UN-Resolution auf eine Entwicklungshilfe von jährlich 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts (BSP) festgelegt und gaben sich zur Realisierung fünf Jahre Zeit. 1992 erinnerten sie sich und erneuerten in Rio ihren heiligen Schwur - allerdings nur um ihn erneut nicht zu halten. Außer Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden überschritt niemand die 0,7-Prozent-Schwelle. 2002 einigte man sich auf den Willen der USA, der in einer &#8220;Erklärung&#8221; gipfelte, die die Regeln der sogenannten &#8220;Good Governance&#8221; - &#8220;Gute Regierungsführung&#8221; - für nachhaltige Entwicklung als Voraussetzung für eine Reduzierung der Schuldenlast armer Länder betont. &#8220;Entwicklungshilfe&#8221; soll es aber auch weiterhin geben.</p>
<p>Deren phänomenale Wirkung belegt die weltweit steigende Armut - auch nach dem &#8220;Gipfel&#8221; 2002 und allen darauf folgenden. Damals stellten die eifrig Tagenden fest, daß rund 1,2 Milliarden Menschen weniger als einen Dollar pro Tag zum Leben haben. Geändert hat sich nichts, obwohl die in der UNO vertretenen Staaten bereits zum &#8220;Millenniums-Gipfel&#8221; im Jahr 2000 versprochen hatten, die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben, bis 2015 zu halbieren. Die Tatsachen belegen, daß man heute weit entfernt ist von dem Weg, auf dem man in fünf Jahren das Ziel erreichen will. 2007 hungerten laut Welthunger-Index 2009 (WHI) der deutschen Welthungerhilfe in Asien 642 Millionen Menschen, im südlichen Afrika 265 Millionen und in Südamerika 53 Millionen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) stellt in seinem &#8220;Unicef-Report 2010&#8243; fest, daß in diesem Jahr zusätzlich 64 Millionen Menschen wegen der kapitalistischen Krise unter die Armutsgrenze fallen. Die Hälfte davon sind Kinder. Und laut evangelischem Entwicklungsdienst (EED) ist 2009 die Zahl der hungernden Menschen erstmals über die Milliard­engrenze gestiegen.</p>
<p>Von ihnen verhungern nach Angaben des ehemaligen UN-Sonderberichterstatters Jean Ziegler jeden Tag 47.000, alle fünf Sekunden ist das Opfer ein Kind. Und angesichts dieser dramatischen Zahlen ging <a href="/?p=4488" class="liinternal">2009 in Rom ein weiteres &#8220;Gipfel&#8221;treffen</a> - diesmal der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) - zuende, ohne auch nur eine konkrete Maßnahme gegen den wachsenden Hunger zu beschließen! Zum x-ten Mal seit 1996 wiederholte man die Absicht, die Zahl der Hungernden bis 2015 halbieren zu wollen. Und man strich aus der Abschlußerklärung den Hinweis, daß auf dem G8-Gipfel in L&#8217;Aquila 2008 ein &#8220;Treuhand-Fonds der Industriestaaten gegen den Hunger&#8221; in Höhe von 20 Milliarden Dollar versprochen wurde. Verständlich, denn dieses Geld ist nie geflossen.</p>
<p>In Johannesburg kam man auch wieder auf das Thema Gesundheit zu sprechen. Vor der katastrophalen Zahl von rund 8 Millionen Kindern unter fünf Jahren, die alljährlich in den Entwicklungsländern an Infektionen der Atemwege, Malaria, Masern oder Unterernährung sterben, hatte man auf dem &#8220;Millenniums-Gipfel&#8221; 2000 auch vereinbart, bis 2015 die Sterberate dieser Kinder um zwei Drittel zu reduzieren. In Johannesburg vereinbarte man 2002 eine weiter Verpflichtungserklärung, die bis 2015 die Halbierung der Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu Gesundheitsfürsorge haben, beinhaltet.<br />
Halbiert werden sollte bis 2015 auch die Anzahl der rund eine Milliarde Menschen, die keinen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. 2000 vereinbart, 2002 in den &#8220;Aktionsplan&#8221; aufgenommen. Außerdem beschloß man 2002, bis 2015 auch die Zahl der rund zwei Milliarden Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zu angemessenen Sanitäreinrichtungen haben.</p>
<p>Offensichtlich hat die UNO allen Grund mit dem Finger auch auf sich zu zeigen. Die 3.000 führenden Unternehmen verursachen jedes Jahr Umweltschäden im Wert von fast zwei Billionen Euro, und die mächtige UNO mit ihren zahlreichen Organisationen, Gremien und &#8220;Gipfeln&#8221; steht seit Jahrzehnten ohnmächtig davor. Oder ist es nicht vielmehr so, daß auch in den UN-Organisationen - wie in der EU - die gleichen Monopolpolitiker sitzen wie in den nationalen Parlamenten? Sind es nicht die gleichen Interessenverteter der herrschenden Klasse, des internationalen Kapitals? Nur wenn man diese Frage mit JA beantwortet, ergibt die vollmundige Theorie und die bitterböse Praxis einen Sinn.</p>
<p>Seit rund vier Jahrzehnten werden weltweit mehr Lebensmittel produziert, als für die Versorgung aller Menschen nötig wäre. Der aktuelle Stand der technischen und ökonomischen Möglichkeiten erlaubt theoretisch die Ernährung von rund zwölf Milliarden Menschen. Theoretisch, denn dem steht in der Praxis das Profitgesetz des Kapitalismus im Weg, und damit der Kapitalismus selbst. Bei immer größeren Ernten steigt weltweit der Hunger - ist das nicht der Beweis für die Verfaultheit dieses Systems, das mit seinem Raubbau an der Natur, an der Erde selbst die Existenzgrundlagen der Menschheit angreift? Ist nicht die Tatsache, daß das kapitalistische Wirtschaftssystem offensichtlich nicht ein einziges der drängenden Menschheitsprobleme bewältigen kann, Beweis genug für seine Überlebtheit?</p>
<p>Die Völker der Welt können keine wirkliche Hilfe von den Imperialisten und ihren Apologeten und Sykophanten in der UNO erwarten, denn auch diese Organisation ist eine Organisation des Kapitals, der herrschenden Klasse. Mit ihr kann die Ausplünderung der Welt durch die relativ kleine Klasse der Ausbeuter nicht beendet werden. Mit ihr kann man keine Gesellschaftsordnung erkämpfen, in der die Nahrungsmittelproduktion und -verteilung nicht mehr vom kapitalistischen Profitgesetz diktiert wird, in der der Hunger zur bösen Erinnerung an längst vergangenen Zeiten wird. Nur wenn wir selbst national und international den Kampf gegen dieses menschenverachtende, kapitalistische System aufnehmen, können die ja durchaus richtig formulierten Ziele erreicht und vor allem überboten werden. Diesen Kampf aufzunehmen, das ist die wirkliche Botschaft der zahllosen, unfruchtbaren &#8220;Gipfel&#8221;. Und es ist die einzig richtige Konsequenz.</p>
<p>Klaus Wallmann sen.</p>
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		<title>Ölkatastrophe: BP lügt, betrügt, zensiert</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:13:26 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach wie vor ist die am 20. April 2010 mit einer Explosion auf einer  BP-Ölförderplattform im Golf von Mexiko ausgelöste größte Ölkatastrophe  außer Kontrolle. Bei einer zur Zeit laufenden Anhörung vor dem  US-Kongress wird immer offenkundiger, mit welch krimineller Energie BP  aus purer Profitgier auch durchaus übliche Sicherheitsmaßnahmen  unterlaufen und diesen Super-GAU der Ölförderung regelrecht provoziert  hat.  Es wurden interne Dokumente vorgelegt, wonach Experten schon elf Monate  vor der Explosion vor gravierenden Sicherheitsmängeln warnten.</p>
<p><span id="more-6494"></span></p>
<p>Anfang April stellte das Management fest, dass man sechs Wochen  hinter dem Zeitplan zurückliege, was BP Tag für Tag eine Halbe Million  Dollar Verluste einbringe. Damit wurde immenser Druck aufgebaut. Am 15. April – fünf Tage vor der Explosion – wurde entschieden, statt  eines doppelten nur ein einfaches Stahlrohr am Ende des Bohrlochs, fünf  Kilometer unter dem Meeresboden, zu installieren. Das „spare“ dem  Konzern sieben bis zehn Millionen Dollar und drei Tage Arbeit. Am 16.  April – vier Tage vor der Explosion – wurde ein Betonmantel im Bohrloch  gegossen, in den das Förderrohr mit Abstandhaltern stabilisiert werden  sollte. Die beauftragte Firma empfahl 21 so genannte „Centralizer“.  BP  entschied, sich mit sechs solchen Abstandshaltern zu begnügen, weil  weitere vom Land her hätten eingeflogen werden müssen, was zehn Stunden  länger gedauert hätte. Daraus entstehende <em>„ernsthafte  Gasflussprobleme“</em> wurden ignoriert. Auf Sicherheitstests wurde  gänzlich verzichtet, dafür bereits auf der Plattform eingeflogene  Fachleute wieder nach Hause geschickt. Eine Woche vor der Explosion  sprach ein Mitarbeiter in einer firmeninternen Email bereits von einer <em>„Ölquelle  des Alptraums“</em>.</p>
<p>Während BP-Chef Tony Hayward ganzseitige Zeitungsanzeigen schalten  lässt: <em>„Wir werden es wieder in Ordnung bringen“</em> und in einem  Fernsehclip, der allein 50 Millionen Dollar gekostet hat, sein <em>„tiefes  Bedauern“ </em>ausspricht, sorgen seine Leute dafür, dass die Presse  rigoros zensiert wird. Journalisten dürfen die Unglücksstelle nicht  überfliegen, freiwilligen Helfern wird der Zugang zu den verseuchten  Stränden versperrt. <em>„Sie wollen keine Bilder von den verendeten  Tieren und vom Ausmaß der Katastrophe“</em>.  Mit Drohgebärden versucht der mehrfach angereiste US-Präsident Obama  über seine Hilflosigkeit gegenüber den mächtigen Ölmultis  hinwegzutäuschen. Statt weltweit Fachleute und Wissenschaftler zu mobilisieren, wird  weiterhin den Verursachern – also BP - das (Mis)management der Krise  überlassen.</p>
<p>Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen und hinter  Schloss und Riegel gebracht werden! Das BP-Vermögen muss beschlagnahmt werden, um die Schäden soweit wie  möglich zu beheben!<br />
Alle Tiefseebohrungen müssen sofort gestoppt werden!<br />
Die Umstellung auf erneuerbare Energieträger und der Verzicht auf  Öl, Kohle und Atom muss durchgesetzt werden – sofort!</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.rf-news.de/2010/kw24/oelkatastrophe-bp-luegt-betruegt-zensiert" target="_blank" class="liexternal">rf news online</a>, 16.06.2010</em></p>
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