Klassiker
KLASSIKER: Nationalversammlung oder Räteregierung? (1918)
4. Juli, 2010So lautet der zweite Punkt der Tagesordnung der Reichsversammlung der A.- u. S.-Räte [2], und so ist in Wirklichkeit die Kardinalfrage der Revolution in diesem Augenblick gestellt. Entweder Nationalversammlung oder die ganze Macht den A.- u. S.-Räten, entweder Verzicht auf den Sozialismus oder schärfster Klassenkampf im vollen Rüstzeug des Proletariats gegen die Bourgeoisie: Das ist [...]
KLASSIKER: Kartenhäuser (1919)
20. Mai, 2010Auf rauchenden Trümmern, zwischen Blutlachen und Leichen hingemordeter “Spartakisten” beeilen sich die Helden der “Ordnung”, ihre Herrschaft neu zu befestigen. Die Ebert-Regierung rafft sich krampfhaft zu einer Konsolidierung ihrer Macht auf: auf Bajonetten will sie nunmehr sitzen. Ebert hält ganz nach Cäsarenmuster eine Revue der Gardetruppen ab und hält eine Ansprache an sie, stattet im [...]
KLASSIKER: Die Nationalversammlung (1918)
10. Mai, 2010Von der Deutschen Tageszeitung, der Vossischen und dem Vorwärts bis zur unabhängigen Freiheit, von Reventlow, Erzberger, Scheidemann bis Haase und Kautsky ertönt ein einmütiger Ruf nach der Nationalversammlung und ein ebenso einmütiger Angstschrei vor der Idee: die Macht in die Hände der Arbeiterklasse.
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KLASSIKER: Das alte Spiel
8. Mai, 2010Liebknecht hat in Spandau 200 Offiziere ermordet.
Liebknecht ist in Spandau ermordet worden.
Die Spartakusleute haben den Marstall gestürmt.
Die Spartakusleute haben in das “Berliner Tageblatt” mit Maschinengewehren eindringen wollen.
Liebknecht plündert die Läden.
Liebknecht verteilt Geld unter die Soldaten, um sie zur Gegenrevolution aufzustacheln.
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KLASSIKER: Die Ordnung herrscht in Berlin
8. Mai, 2010“Ordnung herrscht in Warschau!”, teilte der Minister Sebastiani im Jahre 1831 in der Pariser Kammer mit, als Paskiewitschs Soldateska nach dem furchtbaren Sturm auf die Vorstadt Praga in der polnischen Hauptstadt eingerückt war und ihre Henkerarbeit an den Aufständischen begonnen hatte.
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KLASSIKER: Kritische Randglossen zu dem Artikel “Der König von Preußen und die Sozialreform. Von einem Preußen” (1844)
30. Januar, 2010Die Nummer 60 des “Vorwärts” enthält einen Artikel, überschrieben: “Der König von Preußen und die Sozialreform”, unterzeichnet: “Ein Preuße”.
Zunächst referiert der angebliche Preuße den Inhalt der königlichen preußischen Cabinetsordre über den schlesischen Arbeiteraufstand und die Meinung des französischen Journals “La Réforme” über die preußische Cabinetsordre. Die “Réforme” halte den “Schrecken und das religiöse Gefühl” des [...]
KLASSIKER: Martinique (1902)
16. Januar, 2010Berge rauchender Trümmer, Haufen verstümmelter Leichen, ein dampfendes und qualmendes Feuermeer ringsumher, Schlamm und Asche – das ist alles, was von dem blühenden Städtchen geblieben, das wie eine flatternde Schwalbe am Felsen des Vulkans lehnte. Der zornige Riese grollte offenbar schon lange über dieser Menschen Übermut, über das blinde Selbstbewußtsein der zweibeinigen Zwerge. Großmütig sogar [...]
KLASSIKER: Der Arbeiterverrat der Gewerkschaftsbonzen (1930)
18. Dezember, 2009… Deutscher Arbeiter, Mitglied einer deutschen Gewerkschaft, wehre dich gegen Lohnraub, gegen den mörderischen Faschismus, gegen den Verrat der Gewerkschaftsbürokratie!
Wie soll der Kampf gegen die Unternehmer und die Faschisten geführt werden? Wer soll ihn führen? Dieser Kampf wird nur dann erfolgreich sein, wenn ihn nicht Hunderttausende, sondern Millionen und aber Millionen deutsche Arbeiter gemeinsam führen [...]
KLASSIKER: Die Rolle der Gewalt in der Geschichte (1888)
10. Dezember, 2009|407| Wenden wir nun unsre Theorie an auf die deutsche Geschichte von heute und ihre Gewaltspraxis von Blut und Eisen. Wir werden daraus klar ersehen, weshalb die Politik von Blut und Eisen zeitweilig Erfolg haben mußte und weshalb sie schließlich zugrunde gehn muß.
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KLASSIKER: Zum Reich des Sozialismus (1892)
22. November, 2009Wir, Schüler von Karl Marx und Friedrich Engels sind davon überzeugt, dass die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen mit unvermeidlicher Notwendigkeit zum Kommunismus führt, d.h. zur Sozialisierung der Produktionsmittel - was teilweise schon erreicht ist - und zur Sozialisierung der Genussmittel, die momentan das Monopol einer an Zahl verhältnismässig kleinen Klasse, bilden.
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